Warum unsere Katzen sowie andere Haustiere bei einem Sturmtief im Haus bleiben sollten
Was für ein Wind - noch trotzt Kater Mylo dem nahenden Sturmtief...

Warum unsere Katzen sowie andere Haustiere bei einem Sturmtief im Haus bleiben sollten

Sturmtief Poly fegt über die Niederlande und Deutschland und ist in Norddeutschland Sturmtief "Poly" zieht über Deutschland und ist im Norden zum Orkan hochgestuft worden und hat schon zwei Todesopfer gefordert. Nicht nur Menschen sind gefährdet, sondern auch unsere geliebten Samtpfoten und andere Haustiere. Bei einem Sturmtief ist es wichtig, nicht nur unsere eigene Sicherheit zu gewährleisten, sondern auch die unserer Tiere. Sowohl Katzen als auch Hunde und andere Haustiere sollten während eines Sturmtiefs im Haus bzw. in gesicherten Gehegen bzw. Ställen bleiben.

Gefahren durch umstürzende Bäume und herumfliegende Gegenstände

Freigängerkatzen sollten vor Einsetzen des Sturmes ins Haus zurückgeholt werden und dort verbleiben, bis der Sturm vollständig abgeklungen ist. Auch Katzen können wie Menschen durch umstürzende oder herumfliegende Gegenstände verletzt oder gar getötet werden. Besonders umstürzende Bäume oder herabgebrochene Äste stellen erhebliche Risiken dar. Normalerweise sind Stürme wie Poly eher im Herbst oder den Wintermonaten zu erwarten, im Sommer ist ein solches Sturmtief aber umso gefährlicher für Mensch und Tier. Die Bäume sind voller Laub und durch das Gewicht brechen ihre Äste eher ab und können noch schwerere Verletzungen verursachen. Auch Gartenmöbel sollten fest weggeschlossen sein.

Sommerstürme sind noch gefährlicher für Katzen

Unsere Katzen verbringen zudem im Sommer mehr Zeit draußen und können so schneller von einer veränderten Wetterlage überrascht werden und sich in ihrer Panik in geschlossene Räume wie Garagen, Schuppen oder Kellern flüchten, in denen sie im schlimmsten Fall eingeschlossen werden können.

Katzenspiele und interaktive Beschäftigung

Sorgen Sie für ausreichende Spielmöglichkeiten und Interaktionen mit ihrer Katze. Während des Sturms kann es für Katzen ggf. langweilig werden, da sie nicht nach draußen gehen können. Interaktive Spiele und Clickertraining können helfen überschüssige kätzische Energie abzubauen und ihre Aufmerksamkeit von den stürmischen Bedingungen abzulenken.

 

Leinengang nicht an Sturmtagen

Spaziergänge im Freien mit der Katze oder dem Hund während des Sturms sollten unbedingt vermieden werden. Storm chasing ist nichts für Katzen oder Hunde: sie können bei starkem Wind oder lauten Geräuschen ängstlich reagieren und versuchen zu entkommen.

Es ist ratsam, schon beim Heraufziehen eines Sturmes den Leinengang mit seiner Katze, wenn man diesen praktiziert, ausfallen zu lassen. Katzen sind sehr empfindlich für die verschiedenen Wetterlagen und spüren diese schon, wenn sie im Anmarsch nicht. Nicht wenigen Katzen ist starker Wind mehr als unheimlich und Katzen sind bei extremen Wetterlagen besser im Haus aufgehoben.

Unser Tipp: Online Seminar: Geschirrtraining und Leinengang bei Katzen. Sofort abrufbar und loslegen; erhältlich in unserem Shop.

 

Sturm kann sehr ängstlichen Katzen sehr zusetzen

Heftiger Wind, der ums Haus fegt. Hagelkörner, die gegen die Scheibe prasseln oder auch laute Donnergeräusche können nicht nur den ängstlichen Katzen zusetzen. Aber gerade Angstkatzen leiden zusätzlich unter dem durch den Sturm verursachten Lärm.

Tipp: Kurse in unserer Online Akademie „Zeit für Katzen“. Angst bei Katzen.

 

Einen sicheren Rückzugsort für Katzen im Haus schaffen

Die Katze sollte Zugang zu einem sicheren, ruhigen Raum im Haus haben, in dem sie sich verstecken und beruhigen kann, am besten ausgestattet mit ihren Lieblingsdecken, Körbchen oder anderen kuscheligen Rückzugsmöglichkeiten. Idealerweise sollten diese Rückzugsorte in ruhigen Räumen ohne Fenster liegen, um den Lärm und die visuellen Reize des Sturms zu minimieren.

Katzen suchen Schutz beim Menschen

Manche Katzen suchen eher die Sicherheit beim Menschen und brauchen ganz viel Zuwendung und Aufmerksamkeit. Beruhigen Sie Ihre Katze mit Streicheleinheiten oder Tellington Touches. TTouches beruhigen das Nervensystem und helfen dem Tier stressfreier die Herausforderung zu überstehen. Ganz wichtig: während des Sturms eine entspannte Atmosphäre zu schaffen und ihren Katzen das Gefühl von Sicherheit zu vermitteln.

Auch Freigängerkatzen brauchen eine Katzentoilette im Haus

Viele Freigängerkatzen verrichten ihr Geschäft am liebsten draußen. Trotzdem ist es wichtig, dass sie bei Ausnahmesituationen wie extremen Wetterlagen, Regen, Hagel oder auch Schnee nicht gezwungen sind nach draußen gehen zu müssen. Ohne eine für die Katze akzeptable Toilette in der Wohnung besteht die Gefahr von Unsauberkeit, sprich dem Hinterlassen von Kot und Urin an unerwünschten Orten.

Türen und Katzenklappen fest verschließen

Türen, Fenster und Katzenklappen sollten fest verschlossen und gesichert sein, um zu verhindern, dass Haustiere während des Sturms nach draußen gelangen. Starke Windböen können Fenster aufsprengen oder Türen aufwehen. Stellen Sie sicher, dass Ihre Katze keinen Zugang zu Bereichen hat, in denen sie potenziell verletzt werden könnte.

Was tun, wenn die Katze nicht nach Hause kommt beim Sturm?

Ein Clickertraining kann Ihnen helfen, mit Ihrer Katze eine effektive Kommunikation aufzubauen, die gerade auch im Ernstfall Leben retten kann.

Da aufgrund der offensichtlichen Klimaveränderungen laut allen Forschern und Forscherinnen Extremwettereignisse zunehmen werden ist es wichtig, dass jede und jeder seine bzw. ihre Katze trainiert hat auf ein bestimmtes Signal hin ins Haus zu kommen, auch über eine weitere Distanz. Das Mittel der Wahl, um dieses erwünsche Verhalten „Katze kommt auf Abrufsignal“ ist das Clickertraining. In unserem Buch „Birga Dexel’s Clickertraining für Katzen“ erläutern wir genau, wie wird unseren Katzen beibringen können, dass sie zu uns zurück ins Haus kommen. Alternativ können Sie auch gerne Clickereinzelcoachings bei uns buchen (siehe unten).

Fazit:

Während des Sturmtiefs "Poly" ist es entscheidend, dass wir unsere Katzen bestmöglich schützen. Indem wir sichere Rückzugsorte im Haus schaffen, Fenster und Türen sichern, Katzenklappen verschließen und eine beruhigende Atmosphäre schaffen, können wir ihnen Sicherheit bieten. Es ist auch wichtig, sie mit ausreichend Spielzeug und Beschäftigungsmöglichkeiten zu versorgen, um Langeweile vorzubeugen. Durch ein Clickertraining können wir zudem eine effektive Kommunikation aufbauen und im Ernstfall schnell auf unsere Katzen einwirken.

Denken Sie daran, dass unsere Haustiere auf uns angewiesen sind, um ihre Bedürfnisse zu erfüllen, insbesondere in Zeiten von extremen Wetterbedingungen.