Katzenkita

Was ist die Vox-Katzenkita?

Die Vox-Katzenkita ist ein Fernseh-Zusammenschnitt des Trainingskonzepts von Birga Dexel und Dirk Brandt. Die Fernsehfolgen zeigen aus dramaturgischen Gründen keine chronologische Abfolge und sie können auch aus Zeitgründen nicht ansatzweise darstellen, wie lange einzelne Lernschritte erarbeitet wurden. Die Sendung begleitete Birga Dexel und Dirk Brandt über mehrere Monate bei der Arbeit mit zehn junge Kätzchen in einer eigens dafür katzengerecht eingerichteten Art von Katzenkita. Aus all diesem Filmmaterial wurde am Schluß von Fernsehmachern ein komprimierter Zuammenschnitt erstellt.

Wie sieht das Kätzchen Trainingskonzept aus? 

Die Kätzchen unterschiedlicher Herkunft sind über mehrere Monate ein bis maximal zweimal in der Woche in der Katzenkita. In der Phase, in der normalerweise von Zuhause ausziehen würden, verbringen sie regelmäßig Zeit mit gleichaltrigen Artgenossen und lernen für ihr späteres Leben – genauso wie es menschliche Kinder in der Kita tun. Anders als menschliche Kinder stehen sie aber direkt an der Schwelle, aus ihrer gewohnten Umgebung dauerhaft auszuziehen. Sie sind im Begriff, den Schoß ihrer Katzenfamilie zu verlassen und ein neues Zuhause mit allen damit verbundenen Herausforderungen zu erobern.

Die Kätzchen in der Katzenkita

Wir zeigen in der auf Vox ausgestrahlten ersten KatzenKita im Fernsehen eine im wahrsten Sinne des Wortes bunte und manchmal explosive Mischung: Alle kätzischen Typen und Backgrounds sind vertreten: Von der Rassekatze über normale Hauskatzen und Straßenkatzen bis zum scheinbar aussichtslosen Notfall aus dem Tierschutz. Sie sehen nicht nur verschieden aus – sie sind es auch.
Fast wie bei Disneys Aristocats treffen hier Katzen aus „ gutem Hause“ mit „von und zu“ im Namen, für die Liebhaber viel Geld auf den Tisch legen, auf „ganz normale“ Hauskatzen, auf Handaufzuchten, die keine Mutter mehr haben und auf solche Katzen, die durch glückliche Fügungen des Schicksals gerade noch dem Tod von der Schippe gesprungen sind. Letztere sind von engagierten Tierschützern gerettet, liebevoll aufgepäppelt und vermittelt worden. Diese armen Kätzchen wollte niemand haben oder noch schlimmer: Einige der Tierschutzkatzen wurden wie Abfall in die Mülltonne geworfen, was unter normalen Umständen ihren sicheren Tod bedeutet hätte. Man kann nur immer wieder den Kopf schütteln, wie grausam und gefühllos Menschen gegenüber Tieren sein können. Wenn man sich wie wir mit Katzen und Tierschutz beschäftigt, dann ist Leid nach wie vor immer ein Thema. Allen diesen wunderbaren Geschöpfen eröffnet sich nun die Möglichkeit, an einem einmaligen Projekt mitzuwirken.

Zwei erfahrene Katzenexperten und ihre Mission: Birga Dexel & Dirk Brandt 
Wir wollen ALLEN Kätzchen trotz unterschiedlichster Voraussetzungen die gleichen Chancen für einen guten Start ins Katzenlebens ermöglichen. Wir zeigen und beweisen, von welcher zentrale Bedeutung genügend Zeit der Katzen in ihrer Katzenfamilie ist und welche fatale Entwicklungsfolgen es haben kann, wenn sie zu früh – also bereits vor der 12. Lebenswoche Woche aus ihrer angestammten Katzenfamilie herausgerissen werden. Wir räumen zum Wohle der Katzen und ohne erhobenen Zeigefinger mit weitverbreiteten Mythen über Katzen auf. Unsere Botschaften lautet: Katzen können sehr sozial sein, sie brauchen in den ersten Monaten unbedingt den Rückhalt und die Sicherheit in ihrer Katzenfamilie, Katzen sind extrem gelehrig - sie wollen lernen, mit der richtigen Motivation lieben sie es, zu trainieren. 
Bei den Kätzchen steht uns nur ein kleines Zeitfenster zur Verfügung: In den ersten Lebenswochen, bevor Artgenossen als potentielle Gefahr, Rivalen und Konkurrenz wahrgenommen werden und vor der  Geschlechtsreife, ist ein sehr unbekümmerter und spielerischer Umgang der Kitten untereinander möglich. Wir wollen diese Phase nutzen, um ihnen das Rüstzeug für ihr Leben in der Zivilisation mitzugeben. 
So lassen sich mit gezielten Übungen etwaige spätere Probleme, Konflikte und Verhaltensauffälligkeiten bereits präventiv vermeiden oder mildern. Was gibt es Schöneres als kleine Kätzchen in Aktion zu erleben – wie sie auf ihre unnachahmliche Art ihre Welt Schritt für Schritt entdecken. Auf diese Reise möchten wir Katzenfreunde gerne mitnehmen: manchmal herzzerreißend traurig und dramatisch, meist aber wahnsinnig komisch, erhellend und unterhaltsam. Zuckersüße, gleichermaßen tollpatschige wie clevere Fellknäule machen sich auf den Weg in die Welt – in ihr neues Zuhause. Das ist an Niedlichkeit und Aha-Erlebnissen für Katzenfreunde und solche, die es werden wollen kaum zu überbieten.
Durch behutsames, spielerisches Lernen mit uns und voneinander mittels spannender interaktiver Lektionen in ihrer KatzenKita-Gruppe werden die Katzen endlich auf die enormen Herausforderungen in ihrem späteren Katzenleben vorbereitet. Trotz aller Handycaps und schlechter Vorzeichen wollen wir für langfristig für Chancengleichheit sorgen. Das findet „normalerweise“ leider nicht statt. Unsere Methode ist in dieser Form bisher nicht bei Katzen durchgeführt worden - hier leisten wir also Pionierarbeit. Die Kitten werden in ihrer natürlichen Neugier bestärkt, lernen anhand ihrer erzielten Erfolgserlebnisse und gehen trotz zuvor teilweise schwierigen Prognosen selbstbewusster, sozialkompetenter und angstfreier durchs Leben. Das kommt Ihnen doch sicherlich bekannt vor? Ähnliches hat man doch sicherlich auch schon bei einer anderen Spezies gehört, oder? 😼. Ganz wichtig: Bei der praktischen Umsetzung muß eine professionelle und erfahrene Betreuung der Kitten durch Experten gewährleistet sein; sie einfach aufeinander loszulassen könnte irreparable Schäden anrichten.


Idee und  Konzept für unser Trainingsprogramm für Kätzchen
Die Idee für ein auf Katzen ausgelegtes Trainingsprogramm hatten wir erstmalig 2005: Während der Dreharbeiten zur Sendung Doc & Co bei dem Sender TierTV, in der Birga Dexel als Katzenexpertin Zuschauer live zusammen mit einem Tierarzt zu Katzenproblemen beriet. Bereits damals stellte Birga in Anwesenheit von Hundetrainern, für die eine Hunde-Welpenstunde eine Selbstverständlichkeit darstellt, die Frage, warum es keine Pendant-Angebote für Katzen gibt. Birga und Dirk haben seitdem dieses Projekt kontinuierlich weiterentwickelt - über die Jahre intensiv geforscht, recherchiert und an der Umsetzung dieses Konzepts wegen der größeren Reichweite auch im Medium Fernsehen gefeilt. Obwohl uns gegenüber immer wieder Skepsis geäußert wurde, ob Katzen dies überhaupt könnten, was für uns immer außer Frage stand (wir kennen kaum clevere Tiere – eine ignorante Beleidigung ihrer Intelligenz), haben wir für die Umsetzung unsere Konzepts trotz einiger Widerstände und Rückschläge immer wieder gekämpft. Wir haben mit unserer Idee in Vox  einen starken Partner mit großer Reichweite gefunden, unser Konzept umzusetzen. Die Erfahrung mit dem ersten Kittentraining hat uns dann letztendlich bestätigt, wie richtig und wichtig es ist und war, diesen Weg zu gehen, um mittels Wissensvermittlung, Aufklärung und Inspiration die Leben so vieler Katzen und ihrer Menschen zukünftig zu verbessern.

    

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