• Katzenhaare gelten fälscherlicherweise als Auslöser von Allergien

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Allergien gegen Katzen

Katzenhaare sind nicht der Auslöser bei Katzenallergikern

Es sind jedoch nicht wie landläufig angenommen die Katzenhaare, die allergische Reaktionen wie juckende Augen, Nasenausfluß, Kopfschmerzen, Niesen und in schlimmen Fällen sogar Atemnot auslösen, sondern Proteine, die vor allem aber nicht ausschließlich  im Katzenspeichel vorkommen. Da gesunde Katzen sich täglich ausgiebig putzen, verteilen sie ihren Speichel auf ihrem gesamten Körper, auch auf ihren Haaren. Täglich verlieren Katzen wie Menschen viele Haare, die Spuren ihres Speichels tragen können. Neben dem Speichel finden sich die Fel d - Proteine auch in den Talgdrüsen, Hautschuppen, im Blut, im Urin und in der Tränenflüssigkeit.

Bis dato wurden acht Katzenallergen, alles Proteine, Fel d 1 – Fel d 8, identifiziert. Das Hauptkatzenallergen ist Fel d 1 (Uteroglobin), gefolgt vom Fel d 4 (Lipocalin). Aber auch auf die restlichen Fel d - Proteine können Menschen allergisch regieren.

Um es vorweg zu nehmen: es gibt keine Katzenrassen, die für Katzenallergiker besser geeignet sind als andere. Ob ein Katzenallergiker auf eine bestimmte Katze reagiert, hängt davon ab, auf welches bzw. welche Fel d- Protein(e) er allergisch reagiert und wieviele dieser Allergene die jeweilige Katze in sich trägt. Deswegen regiert der eine Katzenallergiker auf eine Katze, auf die ein anderer Allergiker ggf. nicht reagiert.

Leben mit Katzen: Auch bald für Allergiker möglich?

Therapien für Katzenallergiker

Es gibt mittlerweile verschiedene erfolgsversprechende Therapien für Katzenallergiker. Fast allen ist gemein, dass sie aufwendig und langwierig sind.

Ein anderer Allergieansatz für Katzenallergiker setzt an den von den Katzen produzierten allergenen Proteinen an. Schweizer Forscher haben eine Impfung für Katzen von Katzenallergikern entwickelt.