• grüner Knollenblätterpilz

Knollenblätterpilz

Knollenblätterpilz: Grüner Knollenblätterpilz (Amanita phalloides), Weißer Knollenblätterpilz (Amanita verna), Gelber Knollenblätterpilz (Amanita citrina), Kegelhütiger Knollenblätterpilz (Amanita virosa)

Einordnung Toxizität: tödlich giftig

Knollenblätterpilze gehören zu den giftigsten Pilzen Europas und sind auf dem gesamten Kontinent weit verbreitet. Findet sich der Grüne Knollenblätterpilz in Misch- und Laubwäldern und Parks und Gärten auf nährstoffreichen Böden mit hohem ph-Wert, ist der Kegelhütige Knollenblätterpilz auf nährstoffarmen Böden mit niedrigem ph-Wert, in Nadelwäldern und bis in höhere Lagen zu finden.
Der weiße Knollenblätterpilz ist in der warmen Mittelmeerregion beheimatet und findet sich hauptsächlich in Eichenwäldern. Er bildet seinen Fruchtkörper bereits im Frühjahr aus und wird aufgrund seiner weißen Farbe leicht mit Champignons verwechselt.

Toxikologie

Die Symptome der Vergiftung mit Knollenblätterpilzen treten tückischerweise mit einer zeitlichen Verzögerung von ein bis zwei Tagen auf. Dann ist die Verabreichung von Abführ- und Brechmitteln nicht mehr hilfreich, da die Pilze bereits verdaut und verstoffwechselt wurden.
Heftige Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall sind die anfänglichen Symptome. Die enthaltenen Toxine - Amatoxine und Phallotoxine - stören im weiteren Verlauf der Vergiftung die Blutgerinnung sowie die Nierenfunktion und schädigen die Leber. Das Versagen dieser Organe führt unweigerlich zum Tod.

Kontaktallergien

Kontaktallergien bei der Berührung von Knollenblätterpilzen sind nicht belegt. Es sollten sich aber gründlich die Hände gewaschen werden, wenn ein solcher Pilz angefasst wurde, um die spätere Aufnahme von Giftstoffen durch das Berühren des Mundes mit den Händen zu vermeiden.

Letale Dosis Mensch und Tier
0,1 mg der enthaltenen Toxine pro Kilogramm Körpergewicht führen beim Erwachsenen zum Tod. Ein Gramm des Pilzes enthält 1 Milligramm der Giftstoffe, sind also für ein 10 Kilogramm schweren Organismus bereits töglich.

Entfernung der Pflanze

Sollten Sie Knollenblätterpilze in Ihrem Garten finden, sollten diese auf jeden Fall entfernt werden. Tragen Sie dazu aufgrund der hohen Toxizität auf jeden Fall Einweghandschuhe, um überhaupt nicht in Kontakt mit den Toxinen zu gelangen.
Entfernen Sie den Fruchtkörper - nichts anderes ist der oberirdisch wachsende Pilz - durch Ausdrehen so tief wie möglich.
Die Entsorgung des Pilzes muss über den Hausmüll, nicht über die Biotonne erfolgen, um die Verbreitung dieses tödlich giftigen Pilzes zu vermeiden.

Die Entfernung des gesamten Rhizoms - also des unterirdischen Teils des Pilzes - ist nicht möglich.