• Weihnachtsstern mit Goldglitzer: giftig für Katzen

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Weihnachsstern

Weihnachtsstern - ein giftiges Wolfsmilchgewächs

Einordnung Toxizität Weihnachtsstern: giftig

Der Weihnachtsstern erfreut sich besonders in den Wintermonaten in unseren Wohnungen und Häusern großer Beliebtheit. Die eingefärbten Hochblätter des Weihnachtssterns lassen ihn in den Farben weiß, rosa und leuchtend rot erstrahlen. Mittlerweile gibt es auch neue Züchtungen, bei denen die Blätter wie gebatikt aussehen. Auch werden zur Adventszeit mitunter Weihnachtssterne, deren Blätter mit Goldstaub bestäubt sind. Diese Varianten sind für Katzen doppelt giftig: zum einen die Pflanze und zum anderen der Dekogoldglitzer.

Pflegehinweise Weihnachtsstern für Nicht- Tierhalter

Der Weihnachtsstern kann bei entsprechender Pflege ganzjährig als Zimmerpflanze gehalten und kann von geübten Gärtnern erneut zum Ausbilden der beliebten, farbigen Hochblätter gebracht werden. Ursprünglich kommt die Pflanze aus Südamerika und ist sehr kälteempfindlich. Sie kann sogar schon beim Transport in die Wohnung kaputtgehen. Der Weihnachtsstern muss immer hell stehen, aber schon durch eine kalten Scheibe, kann es ihm zu kalt werden und er geht ein. Zudem kommt er weder mit kalten „Füßen“, noch mit Zugluft klar. Wie andere Wolfsmilcharten hat er zudem ein Problem mit Staunässe, wenn sich Gießwasser im Übertopf smmelt und er sozusagen im Nassen steht. Weniger ist beim Weihnachststern mehr.

Aufgrund der Empfindlichkeit des Weihnachtssterns wird die Pflanze in der Regel von Verbrauchern nur für die kurze Adventszeit gekauft und dann mit oder kurz nach dem Weihnachtsbaum im neuen Jahr entsorgt. Alleine 2017 wurden laut der Deutschen Presseagentur (dpa) 32 Millionen Weihnachtssterne verkauft.

Toxikologie Weihnachtsstern

Der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima) gehört zu den Wolfsmilchgewächsen. Er besitzt den für diese Gewächse typischen milchig-weißen giftigen Pflanzensaft. Der Weihnachtsstern ist in allen Pflanzenteilen giftig, besonders hoch ist die Konzentration der Toxine - hauptsächlich Triterpene - im weißen Pflanzensaft.

Die Aufnahme von Pflanzenteilen führt zu Beschwerden des Magen-Darm-Trakts: Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen sind typische Symptome.
Neben der Reizung von Haut und Schleimhäuten kann es zur Beeinträchtigung des zentralen Nervensystems mit Benommenheit, Schläfrigkeit und der Abfall der Körpertemperatur kommen. Die Aufnahme von Weihnachtsstern kann auch zu Nierenversagen führen.

Beim Hund und bei der Katze sind tödlich verlaufende Vergiftungen durch Weihnachtssterne in der veterinärmedizinischen Literatur beschrieben und belegt. Besonders junge und Wohnungskatzen sind besonders gefährdet.

Kontaktallergien Weihnachtsstern

Das in Kontaktkommen mit dem weißen Pflanzensaft des Weihnachtssterns kann außerdem zu Reizungen der Haut und die Aufnahme auch zu allergischen Reaktionen führen.

Letale Dosis Weihnachtsstern Mensch und Tier

Zur letalen Dosis beim Menschen und bei Tieren liegen keine Angaben vor.

Weihnachtssterne sollten als Wolfsmilchgewächse nicht in Wohnungen mit Katzen, Hunden oder kleinen Kindern stehen.
Zur Gefahr durch die toxische Pflanze selbst, kommt die Tatsache, dass Weihnachtssterne häufig sehr unökologisch und unter Einsatz vieler Pestizide und anderer Chemikalien produziert werden, die ebenfalls nicht in die Lebensumgebung von Haustieren und Menschen verbracht gehören. Zudem verschlingt eine Herstellung eine Unmenge an Torf. Der Abbau von Torf aus den Ökosystemen der Moore richtet massiven ökologischen Schaden. Er führt zur Zerstörung von großen Flächen wichtiger Ökosysteme, trägt zum Artenschwund bei und heizt den Klimawandel weiter an. Torf gehört in die Moore und nicht in unsere Pflanzen: Torf ist zudem entgegen landläufiger Meinung noch nicht einmal ein gutes Substrat für die meisten Pflanzen.

Alternativer Weihnachtsstern

Neben einem echten Weihnachtsstern gibt es mittlerweile viele schöne Kunstblumenmodelle aus Stoff, die eingelagert und jedes Jahr wieder aufs neue verwendet werden können. Ein Kunstweihnachtsstern ist natürlich nur Deko und erfüllt keine der Funktionen, die Pflanzen sonst in unserer Wohnung haben.

Tipps:

Blogeblogbeiträge zu Weihnachtsbäumen (giftig und ungiftig) sowie ungiftige Schmuckalternativen für den Katzenhaushalt auf Terrasse und im Garten

Quellen Weihnachstern