• schwach giftiger Feuerdorn mit leuchtenden Beeren

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Feuerdorn

Feuerdorn - ein immergrünes Gehölz mit sehr dekorativen Beeren

Einordnung Toxizität: schwach giftig

Die Wildarten der Gattung Pyracanta sind in Südosteuropa, Kleinasien und China heimisch. Alle kultivierten Garten-Sorten in unseren Breitengraden sind aus dien Wildarten hervorgegangen. Mit Beeren in den Farben gelb, orange und rot erfreut sich der dornige Strauch auch als Heckenpflanze mit Wuchshöhen bis zu 6 m großer Beliebtheit in unseren Gärten und Parkanlagen. Die Dornen bieten Gartenvögeln einen vor Fressfeinen besser gesicherten Platz zum Nisten und Brüten. Aber Vorsicht: Katzen lassen sich im Jagdfieber auch nicht von Dornen abschrecken.

Die orange Beeren können leicht mit den essbaren Beeren des Sanddorns verwechselt werden. Aus den entkernten Beeren des Feuerdorns wird sogar Marmelade gekocht.

Gerade in den dunklen, farblosen Herbst- und Wintermonaten rückt der Feuerdorn mit seinen leuchtenden Beeren und seinen immergrünen Blättern in den Fokus der Gartenbesitzer und Floristen.

Toxikologie

Die meisten Teile des Feuerdorns sind ungiftig. Wurzeln, Triebe, Rinde, Blätter und auch das Fruchtfleisch sind nicht giftig, die im Fruchtfleisch enthaltenen Kerne hingegen sind schwach giftig. Die Kerne enthalten cyanogene Clycoside, also Blausäure.

Der Verzehr der Kerne führt zur Störung des Magen-Darm-Trakts mit denen damit verbundenen Beschwerden. 

Kontaktallergien

Die Berührung mit den Kernen des Feuerdorns ruft keine Reaktion hervor.

Letale Dosis Mensch und Tier
Zur letalen Dosis beim Menschen und bei Tieren liegen keine Angaben vor.

Entfernung der Pflanze

Ein Feuerdorn in einem Garten mit Katzen, Hunden und kleinen Kindern stehen zu haben, sollte sehr gut abgewogen werden. Die Dornen stellen eine Verletzungsgefahr dar und die Bezeichnung „schwach giftig“ bedeutet nicht, dass eine Vergiftung an den Kernen nur geringe Beschwerden verursacht, sondern dass eine größere Menge verzehrt werden muss, um bedrohliche Vergiftungserscheinungen zu verursachen.

Zum Entfernen eines Feuerdorns muss ausreichende Schutzbekleidung samt Handschuhen getragen werden, da der zweite Teil des deutschen Bezeichnung durchaus seine Berechtigung hat und der Feuerdorn mit vielen, kräftigen Dornen besetzt ist.
Da die Wurzeln des Feuerdorns nicht giftig sind und die Gattung nicht in der Lage ist, aus den Wurzeln wieder auszutreiben, können diese gegebenenfalls im Boden verbleiben.


In Gärten ohne Haustiere und kleine Kinder können Feuerdorne mit ihren weißen Blüten als Nahrungsgrundlage für Bienen im Frühjahr und mit ihren Beeren für Vögel bis in den Winter hinein von Nutzen sein.

Quellennachweise Feuerdorn