• giftiger Buchsbaum geschnitten

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Buchsbaum

Buchsbaum - ein allseits beliebtes immergrünes Gehölz, verwendet als Heckenpflanze, Formgehölz und Dekoration

Einordnung Toxizität: stark giftig

Die Gattung Buxus ist in Mittel- und Südwesteuropa, Westasien und Nordafrika heimisch.

Da der immergrüne Buchsbaum als eine der wenigen Arten radikal bis ins alte Holz zurückgeschnitten werden kann, ist er als Heckenpflanze und als Formschnittgehölz überaus beliebt.
Aus historischen Gärten ist er als Formgehölz oder in Form von niedrigen Hecken um französische Bankette und Blumenbeete nicht wegzudenken.

Großen Schaden nahm die Pflanze in den letzten Jahren durch den Buchsbaumzünsler, eine Raupe, die die Buchsbaumpflanzen zum Absterben bringt.

In den Wintermonaten und der Weihnachtszeit ist Buchsbaum in Gestecken und kleinen Töpfen als Dekoration überaus beliebt und gelangt so in die Wohnungen mit Katze, Hund und Kindern. Gerade im Winter neigen unterforderte Wohnungskatzen und Kitten dazu auch mal an Pflanzen zu knabbern.

Toxikologie

Buchsbaum ist in allen Teilen stark giftig. Er enthält rund 70 verschiedene Alkaloide. Am höchsten ist die Konzentration an Toxinen in den Blättern und der Rinde, diese enthalten drei Prozent reines Alkaloid.

Je kleiner und leichter ein Organismus ist, desto weniger muss von einer giftigen Pflanze aufgenommen werden, um Vergiftungserscheinungen zu zeigen.
Wird Buchsbaum verzehrt, kommt es zur massiven Beeinträchtigung des zentralen Nervensystems. Lähmungen führen bis hin zur kompletten Lähmung der Atmung und somit zum Tod.

Kontaktallergien

Der Pollen des Buchsbaums kann für Allergiker zur Belastung werden. Kontaktallergien bei Berührung von Pflanzen dieser Gattung sind ebenfalls belegt.

Letale Dosis Mensch und Tier
Zur letalen Dosis beim Menschen liegen keine Angaben vor.

Für Pferde gilt eine Dosis von 750 Gramm Blattmasse als tödlich.

Bei einer Körpermasse von vier Kilogramm, dem durchschnittlichen Gewicht einer Europäischkurzhaarkatze (EKH), finden sich Angaben von sechs bis 20 Gramm als tödliche Dosis.

Entfernung der Pflanze

Da das Berühren von Buchsbäumen Kontaktallergien auslösen kann, sollte zum Entfernen der Pflanze unbedingt Handschuhe und langärmelige Bekleidung getragen werden.
Da Buchsbaum stark giftig ist, sollte er auf keinen Fall in einem Garten mit Katzen, Hunden oder kleinen Kindern stehen.
Allergiker sollten bei einer Pollenallergie auch an den Buchsbaum im Garten denken, sich darauf testen lassen und ihn gegebenenfalls im Sinne der eigenen Gesundheit entfernen.

Da Buchsbaum in allen Teilen - also auch in den Wurzeln - Alkaloide enthält, sollte er mitsamt seinem Wurzelballen ausgegraben werden.

Als heimische Pflanze unserer Breiten kann der Buchsbaum in Gärten von erwachsenen Nichtallergikern ohne Tiere und Kinder genauso gut stehen, wie in der freien Landschaft.

Quellennachweise Buchsbaum