• Gaby bei den Tala Monastry Cats auf Zypern

    © B. Dexel

  • Sphinxkatze Cleo aus dem Tierschutz ist immer zu Späßchen aufgelegt

    © G.Brückner

  • Tierschutzkatzen Cleo und Carlo auf Treppe

    © G.Brückner

  • Gaby mit Bengalkater Carlo

    © G.Brückner

  • Das schüchterne Mariechen

    © G.Brückner

  • Kater Peter auf Treppe

    © G.Brückner

Gabriele Brückner

Gabriele Brückner koordiniert seit März 2020 die Aktivitäten der Cyprus Cat Support Group. Sie setzt sich seit vielen Jahren mit voller Kraft für den Tierschutz ein. Gaby lebt in Brandenburg mit ihrer Familie und vier Tierschutzkatzen: Carlo (Bengale), Cleo (Sphynx), Peter (EKH) und dem schüchterne Mariechen (EKH). So bunt wie die Zusammenstellung der Katzen in ihrer Gruppe sind auch die jeweiligen – leider nicht immer schönen - Geschichten ihrer Katzen. Aber bei allen Unterschieden haben sie eines gemeinsam: sie kamen alle aus dem Tierschutz.

„Kater Peter haben wir auf unserem Grundstück gefunden, weit und breit keine Mama in Sicht. Obwohl wir gewartet haben, erschien auch keine Katzenmama und wir haben das kleine, noch nicht mal 4 Wochen alte Bündel aufgenommen und großgezogen. Marie kam etwas später als gleichaltrige Gesellschaft aus dem Tierheim Berlin dazu, auch sie wurde mutterlos aufgegriffen. Beide sind also mehr oder weniger Handaufzuchten. Auch ihre Geschichten haben mir wieder gezeigt, wie wichtig die Kastration von Straßenkatzen ist. Als nächste kam nach 1,5 Jahren Nacktkatze Cleo dazu. Sie wurde an einem Dezembertag auf der Straße umherirrend aufgegriffen und ins Tierheim gebracht. Sie war zwar gechipt, aber nicht registriert, das hilft natürlich nicht bei der Suche nach dem Halter. Sofort habe ich mich in den kleinen Hauself verliebt und nachdem sich nach Wochen immer noch kein Halter gemeldet hatte, zog Cleo bei uns ein. Noch ein weiteres halbes Jahr später landete Bengale Carlo im Tierheim, er wurde wegen Umzugs abgegeben. Liebe auf den ersten Blick, nur ein paar Stunden nach seinem Einzug ins Tierheim zog er auch schon wieder aus und in unser Haus und mein Herz ein. Ich bin seit frühester Kindheit bin ich mit dem Thema Tierschutz vertraut – durch meinen Papa, der buchstäblich mit dem Auto für Regenwürmer gebremst hat. Haustiere gehörten in meinem Elternhaus immer schon dazu und so konnte ich mir nie vorstellen, ohne ein Haustier jedweder Art zu leben. Ziemlich schnell wurde aus dem allgemeinen Begriff Haustier die Realität Katze. Seit Jahrzehnten lebe ich mit Katzen zusammen, alle aus dem Tierschutz.
Hatte ich früher noch die Auffassung „Hauptsache genug Futter, ein sauberes Katzenklo und mit der Spielangel beschäftigen“, so habe ich doch nach und nach begriffen, dass Katzen noch viel mehr Bedürfnisse haben. Artgerechte Haltung ist eines der Themen, die mir sehr am Herzen liegen.
Nachdem ich vor einigen Jahren die Möglichkeit hatte, mich außerhalb des „normalen“ Berufslebens voll und ganz dem Tierschutz widmen zu können, habe ich dies Chance gerne genutzt. Im Rahmen von Vermittlungsberatungen im Tierheim Falkensee konnte ich vielen Menschen das Thema artgerechter Katzenhaltung näherbringen, oft in Zusammenhang mit meinem zweiten Herzensthema beim Tierschutz, der Kastration von Katzen. Letzteres beschäftigt mich besonders für die Katzen auf Zypern. Während in Deutschland die Kommunen nach und nach über eine Kastrationsverordnung nachdenken und diese teilweise auch tatsächlich erlassen, liegen die Kastrationsaktionen auf Zypern alleine in den Händen der Tierschutzorganisationen dort. Das und auch die im Vergleich zu deutschen Verhältnissen sehr schlechte Ausstattung der Auffangstationen hat mich bewogen, mich auch im Bereich Auslandstierschutz aktiv einzusetzen.
Schon vorher hatte ich eine Weiterbildung als Ernährungsberaterin für Katzen gemacht, dies dann um den Bereich BARF erweitert und mich schließlich entschlossen, die Ausbildung bei Birga Dexel im Bereich Verhaltensberatung und Training für Katzen zu absolvieren.
Eine der besten Entscheidungen meines Lebens, denn noch nie vorher (trotz akademischer Ausbildung mit Hochschulabschluss) konnte ich mir in so kurzer Zeit so viel wertvolles Wissen aneignen.
Und dies setzte ich nun gerne in Verbindung mit anderen während meiner vorherigen Karriere erworbenen Kenntnissen für den Tierschutz ein. Informationen aufbereiten, strukturiert weitergeben, Kontakte knüpfen, beraten …. – all das und noch mehr bringe ich nun in meinen Tätigkeiten sowohl bei der Unterstützung von Tierschutzorganisationen in Zypern als auch beim Landestierschutzverband Brandenburg ein. Und ich bin sehr dankbar, dass ich weiterhin täglich dazulernen darf“.