Biografie

Ich habe mich als Journalist und Fachbuchautor in unserer Beratungspraxis neben Anderem auf die Kernbereiche Vergesellschaftung, Probleme im Mehrkatzenhaushalt, aggressive Tiere und insbesondere Clickertraining spezialisiert.

Ich sehe meine Aufgabe darin, oftmals vernachlässigten, missverstandenen oder unterforderten Katzen die Chance zu bieten, auch unter schwierigen Vorzeichen und in Wohnungshaltung ein erfülltes und artgerechtes Leben mit Ihren Menschen und Katzengefährten führen zu können.

Dafür praktizieren und entwickeln Birga Dexel und ich leidenschaftlich die Methode des Clickertrainings und nutzen hierfür die Möglichkeiten unserer medialen Verbreitung und unsere Erfahrungen aus der Arbeit an dem Schneeleopardenprojekt, um die Lebensrealität von Katzen Schritt für Schritt zu verbessern -  um ihnen statt eines „Nebeneinanderher Lebens“ – den ihnen gebührenden Raum und Freiraum zu geben. Gerade in unseren Büchern und Artikeln in wissenschaftlichen Fachmagazinen können wir neben dem Fernsehen unsere Botschaften so wirkungsvoll zum Wohle aller Beteiligten teilen.

Ich betone immer wieder in Gesprächen mit noch skeptischen Katzenhaltern, wenn es darum geht, ihnen zum Wohle ihrer gelangweilten, mangels Ansprache und fehlender, spannender Interaktion emotional verarmten Tiere mehr Platz und Zeit, Freiheiten und Privilegien für diese "abzuringen", dass ich „als Anwalt ihrer Katzen“ agiere. Ich versuche also auch gezielt die Interessen und die Bedürfnislage der Katzen zu vertreten. Gerade beim Umsetzen der einzelnen Trainingsschritte in der Verhaltenstherapie oder beim Umgestalten des gemeinsamen Lebensraums ist hier eine Menge Fingerspitzengefühl gefragt. Ich möchte den Halter motivieren, neugierig und aufmerksam zu sein anstatt zu belehren. Die Initialzündung geht immer vom Halter aus. Im besten Fall werden Mensch und Katze im Laufe der begleiteten Therapieschritte wieder - oder sogar erstmals - ein harmonisches Team auf Augenhöhe.

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften und Stationen in Deutschland und Großbritannien zog es mich letztendlich doch immer wieder zu den Tieren. Statt mit dem Gesetz in Konflikt geratene „Salonlöwen“ im Gerichtssaal mit einer weißen Anwalts-Perücke auf dem Kopf zu verteidigen, möchte ich die Welt für Katzen und Menschen ganz praktisch verbessern. Dazu gehört es auch, neueste internationale Katzen-Studien und Ergebnisse aus der Verhaltens- und Kognitionsforschung, neurologische Studien, Lerntheorie neben aktueller Wirkstoff-Forschung sowie sanften alternativen Heilmethoden mittels Interaktionsvorschlägen den interessierten Haltern ganz konkret nutzbar zu machen.

Ich schätze mich jeden Tag dankbar, dass ich meine Passion zum Beruf machen konnte – dass ich mich tagtäglich mit etwas beschäftigen darf, für das ich wirklich leidenschaftlich brenne – die Kommunikation mit KATZEN! Gerade bei schwerwiegenden, aussichtslos wirkenden und dramatischen Fällen, die ich betreue und deren Aufs und Abs Sie vielleicht in diversen unserer TV-Formate bei Vox, Arte und anderen Sendern gesehen haben, erlebe ich, welche regelrechten „Wunder“ mit Empathie, regelmäßigem Training und einem ganz individuellen Fokus auf die Katzenpersönlichkeiten immer wieder möglich sind.

Um diese Ziele realisieren zu können, ist die vertrauensvolle Mitarbeit (Compliance) der Halter notwendig. Gemeinsam finden wir heraus, was der Mensch bereit ist, für sein Tier zu leisten beziehungsweise wozu ist er zeitlich oder logistisch in der Lage ist. Bei dieser Kooperation zwischen Therapeut und Halter ändert sich glücklicherweise derzeit eine ganze Menge. Katzenhalter sind heutzutage – nicht zuletzt durch Sendungen wie die unsrigen – wirklich motiviert und setzen, auch wenn manche therapeutischen Maßnahmen zeitweise einiges an Entbehrung erfordern können, ihr Programm aus Liebe zur Katze erfolgreich um.

Mehr als 90 Prozent der uns vorgestellten Verhaltensprobleme sind menschengemacht. Sie resultieren meist aus unsachgemäßen oder leichtfertigen bis fahrlässigen Entscheidungen bei der Zusammenstellung eines Katzenhaushalts, aus zu schnellen Vergesellschaftungen, Aussitzen von Verhaltensproblemen und Verkennen oder Ignorieren der kätzischen Bedürfnisse.

Katzen gelten, vielleicht auch ein bisschen dank unserer Publikationen und Sendungen mittlerweile nicht mehr als untrainierbar oder gar nicht willens mit dem Menschen zu kooperieren, ganz im Gegenteil - hier hat sich glücklicherweise eine Menge getan.

Das Feedback, das wir tagtäglich zu unserer Arbeit und unseren Methoden erhalten, ist überwältigend. Immer mehr Menschen erkennen, wie vertrauensvoll nah sie ihren Tieren kommen können - wie durch ein Miteinander auf Augenhöhe beispielsweise Angstproblematiken gemildert oder komplett gelöst werden können und wie man als Mensch gleichermaßen Über- wie Unterforderung seines Tieres behutsam begegnen kann.

Egal, ob in der Beratung mit einem hilfesuchenden Kunden, beim Spazierengehen mit neugierigen Hunden oder im Raubtiergehege: Mir geht es darum, Tieren, die mit uns nunmal in der Zivilisation zusammenleben, eine artgerechte, zugewandte Kommunikationsebene anzubieten, gezielt auf ihre Bedürfnisse einzugehen und ihnen durch Ausleben ihres Potentials zu weniger Stress und zu mehr Freude und Gesundheit verhelfen zu können.