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Katzenkita Folge 2

In Folge 2 der Katzenkita sitzen die Strassenkätzchen Poppy und Daisy schon wieder auf dem Küchentisch – Warum? Natürlich muss jeder Halter selber wissen, ob seine Katzen auf dem Tisch sitzen dürfen, in dieser Folge geht es jedoch vor allem darum, den Kätzchen die Angst vor Küchengeräten zu nehmen.

Und es ist spannend, wie Poppy und Daisy, die solche Alltagsdinge wie Kaffeemaschine, Schneebesen und Mixer gar nicht kennen, durchaus unterschiedlich auf die jeweiligen Geräte reagieren.
Ist der Bann erst einmal gebrochen, kann dann auch bei Bedarf der Gang auf den (Küchen)tisch abgewöhnt werden, worauf in dieser Folge aber nicht das Hauptaugenmerk lag.
Ein Hauptaugenmerk lag nicht nur in Folge 2 auf der Sicherheit der Kätzchen – Kippfenster waren absolut tabu, alle Fenster zum Öffnen waren mit ausbruchsicherem Katzennetz versehen worden, alle Topfpflanzen verräumt, Kabel statt durch den Raum unter der Decke verlegt, potenzielle Absturzstellen mit Kletterhilfen versehen. Schließlich sollten alle 10 Katzenkinder genauso gesund und munter wieder aus der Kita ausziehen wie sie eingezogen waren.

Die nächste Herausforderung in der Kita: die Vergesellschaftung der Kätzchen. Hier zeigt sich besonders das Verhältnis von Daisy zu Hamlet als schwierig. Ein klassischer Fall für den Einsatz von Spielgeräten, die überraschenderweise auch andere Kätzchen hervorlocken, von denen es man nicht auf Anhieb erwartet hätte.
Ein schöner Erfolg für das Konzept der Kita!

Eine noch größere Herausforderung ist Sorgenkätzchen Cora, die aus einem Animal Hoarding Haushalt stammt. Noch immer sitzt sie verängstigt in ihrem Versteck und es ist genau zu überlegen, wie dem verängstigten Katzenkind geholfen werden kann. Kann hier Spielzeug helfen? Oder Clickertraining? Oder eine Kombination aus beidem?
Coras Entwicklung in Folge 2 zeigt am besten, wie das Konzept der Katzenkita funktioniert – eine angstfreie Umgebung, Betreuung durch Bezugspersonen, Lernen durch positive Verstärkung – all das hilft Cora und den anderen Kätzchen, gut vorbereitet in ein gutes Katzenleben zu starten.

Weniger ängstlich als Cora zeigen sich die Geschwisterkätzchen Sally und Simba, die ebenfalls aus dem gleichen Animal Hoarding Haushalt wie Cora stammen. Hier ist es Sally, die noch ein wenig mehr Vertrauen zu Menschen fassen muss, gestreichelt werden ist ihr nämlich unheimlich.

Und weiter geht es mit der Vergesellschaftung von Daisy und Poppy mit Hamlet. Keine einfache Aufgabe, denn insbesondere Daisy zeigt sich weiterhin nicht geneigt, Hamlet uneingeschränkt zu akzeptieren, während sie sich mit Schwester Poppy hervorragend versteht. Jedoch haben die Katzenschwestern Poppy und Daisy auch ihre eigene, besondere Geschichte: Sie wurden auf Zypern geboren, mussten jedoch ohne Mutter aufwachsen und sind sogenannte Handaufzuchten, genau wie Amino und Luna, die in Folge 2 ebenfalls noch in die Kita einziehen. Was es mit Handaufzuchten bei Katzen auf sich hat und welche Besonderheiten bei ihnen zu beachten sind, wird in Folge 2 erklärt und plötzlich versteht man manche Probleme besser, die besonders Poppy und Daisy mitbringen.

Speziell für Katzen wie sie wurde das Konzept der Kita entwickelt und wie schon in Folge 2 zu sehen ist, mit beachtlichem Erfolg. Es ist wunderbar zu sehen, wie zuvor sich anfauchende Kätzchen mit Click, Leckerchen und tollem Spielangebot ihr neues Zusammensein meistern.

Weiter geht es in Folge 2 mit dem Leckerchenbuffet: auch hier geht es nicht darum, ob eine Katze auf den Tisch darf oder nicht (das muss jeder Halter für sich entscheiden), sondern darum, welches Leckerchen die einzelnen Kätzchen bevorzugen. Das macht es später beim gemeinsamen Training einfacher, jedem Kätzchen die entsprechende Belohnung zu geben. Und siehe da… es gibt gleich zwei Leckerchenfavoriten, die von den Kätzchen mit Begeisterung angenommen werden.

Schließlich wird in Folge 2 auch noch einmal der Unterschied zwischen Tierschutzkatzen und Katzen aus einer guten Zucht gezeigt: Hier die Kätzchen, die schon ganz jung mit Traumata und Mangel konfrontiert wurden und teilweise mutterlos in einer tristen Umgebung aufwachsen mussten. Dort die Kätzchen, die in eine große Katzenfamilie hineingeboren wurden, stets nur das beste Futter erhielten und täglich mit vielen neuen Reizen konfrontiert wurden. Das wirft für den Zuschauer noch einmal ein ganz neues Licht auf das Konzept der Katzenkita und die jeweilige Herangehensweise an die Problemlagen der einzelnen Kätzchen.
Und nun ist es spannend, was in Folge 3 passiert!