• stark giftige Christrose

Christrose

Christrose, Weihnachtsrose - Die beliebte außergewöhnliche Winterstaude ist sehr giftig

Christrose sind wunderschön anzuschauen und blühen im Dezember, wenn der Rest der Pflanzenwelt sich in den Winterschlaf zurückgezogen hat. In freier Natur steht die Christrose unter Artenschutz, da ihr wildwachsender Bestand gefährdet ist. Trotz ihrer Schönheit ist die Christrose jedoch für keinen  Katzenhaushalt oder Tierhaushalt zu empfehlen, da sie hochgradig giftig ist. Die Christrose erreicht eine Wuchshöhe von 15 bis 30 Zentimeter mt großen Blütenblättern, die sieben Zentimeter im Durchmesser haben können.

Leider sind alle der ansprechend blühenden Helleborus-Arten in allen Pflanzenteilen für Menschen, Katzen und Hunde sowie für Pferde, Rinder und Nagetiere als stark bis sehr stark giftig einzustufen.

Christrosen für Nicht- Tierhalter

Die Christrose ist eine außergewöhnliche Pflanze, die eine bemerkenswerte Strategie entwickelt hat, damit in den Zellen gefrierendes Wasser bei Frost diese nicht zum Platzen bringt und somit zerstören würde. Die Christrose kann dafür Wasser aus den Zellen in die Zwischenräume verlagern: dadurch hängt die Pflanze anscheinend welk bei Frost nach unten, Sobald die Temperaturen wieder über den Gefrierpunkt steigen richten sich die Blüten und die Blätter wieder auf. Christrosen stammen ursprünglich aus den Kalkalpen. Bei Christrosen ist es wichtig, dass die Bodenverhältnisse stimmen. Sie brauchen lockeren, kalkhaltigen Humus oder bei einigen Arten auch Lehmboden, der nicht zu Staunässe neigt. Dann benötigen sie wenig bis gar keine weitere Pflege und können bei guten Standortverhältnissen sehr alt werden. Dazu gehört eher ein halbschattiger als vollsonniger Standort. Deswegen findet man sie im Freiland eher in in Waldnähe, aber auch an Heckensäumen.

Toxikologie Christrose

Die Christrosen gehören zu den Hahnenfußgewächsen, die allesamt giftig sind. Sie enthalten in allen Pflanzenteilen Saponine, herzwirksame Glycoside und herztoxische Alkaloide, Protoanemonin sowie das nach ihnen benannte Hellebrin. Die Konzentration der Giftstoffe ist in den reifen Samen, die der herztoxischen Bestandteile in den Wurzeln, besonders hoch.

Besonders giftig ist die typische Christrose mit der lateinischen Artbezeichnung Helleborus niger.

Die Toxine wirken bei Aufnahme über den Verdauungstrakt und das zentrale Nervensystem sowie direkt aufs Herz.Erbrechen und Durchfall, Schwindel und Kreislaufzusammenbruch sind die typischen Symptome einer Vergiftung mit diesen Stoffen.

Die Vergiftung mit Helleborus verläuft bei Aufnahme ausreichender Mengen tödlich.

Kontaktallergien Christrose

Der Kontakt mit dem Pflanzensaft von Christrosen führt bereits zu Vergiftungssymptomen

Letale Dosis Christrose Mensch und Tier

Letale Dosis Mensch

2 bis 4 Gramm der Wurzel von Christrosen sind die tödliche Dosis für Erwachsene. Bei Kindern liegt sie je nach Größe und Gewicht zwischen 0,5 und 2 Gramm.

Letale Dosis Christrose Tier

Für einen Hund gilt bereits 0,3 bis 1 Gramm der Wurzel als tödliche Dosis, für ein Pferd liegt die letale Dosis bei 250 Gramm. Der Tod tritt bei Weidetieren und Wiederkäuern nach 12 Stunden ein, bei Hunden kommt es nach drei bis vier Tagen zum Tod.

Entfernung der Pflanze

Christrosen sollten auf keinen Fall in die Nähe, sprich in Wohnungen und Gärten, mit Haustieren und kleinen Kindern verbracht werden.

Hat man eine solche Pflanze im Topf geschenkt bekommen, sollte sie umgehend an tier- und kinderfreie Haushalte weitergegeben werden. Ausgepflanzt werden sollten erst nach Ende der Blüte im März/April in den Garten ausgepflanzt werden, wenn der Temperaturunterschied zwischen dem geheizten Wohnzimmer und dem Garten nicht mehr so groß ist.

Muss die Pflanze aus dem Garten ausgegraben werden, sind Handschuhe und lange Bekleidung zum Schutz vor dem toxischen Pflanzensaft nötig. Die Pflanze muss in allen Teilen ausgegraben werden, da vor allem die Wurzeln hoch toxisch sind.

Alternative Christrose

siehe; Alternative Weihnachtsstern

Weitere Infotipps: winterliche Pflanze in Katzenheim & Katzengarten

Blogbeitrag Katzen unterm Weihnachtsbaum: Informationen zur Toxizität von Christbäumen und anderem Weihnachtsschmuck.

Blogbeitrag weihnachtlicher Schmuck für Katzenhaushalte. Informationen zu Dekorationsmöglichkeiten im Katzenhaushalt auf dem Balkon, der Terrasse und im Garten.

Quellen Christrose