• Die schönen Stechpalmen sind für Katzen giftig

Stechpalme

Stechpalme - immergrünge Freilandpflanzen, Dekogrün im Innenraum und der berühmte Mate-Teestrauch

Einordnung Toxizität: (tödlich) giftig

Die Gattung Ilex - deutsch Stechpalme - umfasst zirka 400 Arten von Kleinbäumen und Sträuchern. Die Gehölzarten sind sommer- oder immergrün, das heißt laubabwerfend oder dauerhaft die Blätter haltend.
Die meisten Arten dieser Gattung sind in tropischen und subtropischen Gebieten der Erde beheimatet, aber einige Arten sind auch in nördlicheren Regionen zu Hause.

20 bis 30 wärmeliebende Arten der Gattung Ilex werden zur Teegewinnung angebaut. Bei Ilex paraguariensis handelt es sich um den bekannten Mate-Teestrauch.

In unseren Breiten ist die Stechpalme in Gärten vor allem wegen ihrer immergrünen Belaubung beliebt, die es in Sorten auch gelb oder weiß panagiert gibt. Neben den glatten, immergrünen Blättern - deren Stacheln der Gattung ihren Namen gab - sind vor allem die roten, selten gelben Beeren eine große Zierde.

Ilex wird neben der Verwendung im Garten vor allem in den Wintermonaten in Gestecken und Kränzen verwendet und somit in die Wohnungen von Katzen und ihren Haltern verbracht. Obwohl der Name es suggeriert hat die Stechpalme mit einer tropischen Palme nichts gemein. Der Name ist vom Palmsonntag hergeleitet, den an diesem christlichen Feiertag wurden Gläubige mit Palmwedel gesegnet. Da diese in unseren Breitengraden nicht vorhanden waren, ersetzte man diese durch Wedel aus Ilexzweigen.

Toxikologie

Stechpalmen sind in allen Teilen giftig. Die Konzentration an Giftstoffen ist in den Blättern und Früchten - also denen zur Dekoration verwendeten Teilen - am höchsten. In den Blättern sind Saponine enthalten, in den Beeren sind es Triterpene. Beides sind starke Alkoloide, die in höherer Konzentration sogar tödlich wirken. 
Werden die Alkoloide aufgenommen, kommt es zu erhöhtem Speicheln, Erbrechen und Durchfall.
Auf das Herz-Kreislauf-System wirken die Toxine mit Schläfrigkeit, Beeinflussung des Blutdrucks und einer möglichen Schädigung des Herzens.

Kontaktallergien

Kontaktallergien sind nicht belegt. Die Stechpalme trägt ihren Namen jedoch nicht grundlos. Die dornenbesetzten Blätter stechen bei Berührung sehr unangenehm.

Letale Dosis Mensch und Tier
Die letale Dosis liegen keine Angaben vor. Der Verzehr von mehr als fünf Beeren wird für Kinder bereits als bedrohlich eingestuft.

Entfernung der Pflanze

Stechpalmen sollten aufgrund ihrer Toxizität und der Verletzungsgefahr durch ihre dornenbesetzten Blätter in keinem Garten mit Katzen, Kindern oder Hunden stehen.

Aufgrund der Dornen, empfiehlt es sich beim Entfernen der Pflanzen aus dem Garten Handschuhe und langärmelige Bekleidung zu tragen.
Im Garten von Freunden oder Nachbarn ohne Haustiere und kleine Kinder können Stechpalmen - besonders ihre heimischen Arten, wie Ilex aquifolium - an absonnigen und halbschattigen Lagen und auf nicht zu trockenen Standorten auch in der Sonne einen neuen Platz finden.

Quellennachweise Stechpalme