• Krokusse sind die ersten Frühlingsboten im Garten

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Krokusse

Krokus - Ersehnte Frühlingsboten und Farbtupfer, aber leider giftig

Krokusse gehören zu den Frühblühern und ihr Erscheinen deutet darauf hin, dass der Frühling in greifbare Nähe rückt. Sie fangen im Spätwinter an zu blühen, und in Schneereichen Jahren sieht man sie sogar im Schnee blühen und so die ersten Pflanzenfarbtupfer im grau des Winters bilden.  Seit vielen Jahrhunderten sind sie deswegen auch beliebte Zierpflanzen in europäischen Gärten der gemässigten Breiten.

Safran: eines der teuersten Gewürze der Welt

Viele der Krokusarten sind Frühjahresblüher. Eine Ausnahme bildet der wertvolle Safran (Crocus savitus), der im Herbst blüht und aus dem seit Jahrtausenden das Gewürz gewonnen wird. Dafür werden die leuchtend orangefarbenen und fadenähnlichen Stempel der Blüte geerntet und getrocknet. Safran wird in Europa zur Gewürzgewinnung vor allem im Mittelmeerraum angebaut.

Safran ist leicht mit den stark giftigen Herbstzeitlosen - Colchicum autumnale - zu verwechseln. Aus dem griechischen Namen für Safran krókos (κρόκος) hat sich der deutsche Name Krokus abgeleitet. Zusätzlich zu den 90 Krokusarten kommen noch durch Züchtungen zahllose Sorten und Hybride der Pflanze.

Krokusse gehören zur Gattung der Schwertliliengewäche (Iridaceae) und finden sich im Orient, Westchina, Nordafrika und Teilen Europas.

Sie blühen in den Farben weiß, gelb, orange, blau und lila in den Monaten Januar bis April.

Einordnung Toxizität: giftig bis schwach giftig

Die Toxizität der Krokusse unterscheidet sich je nach Art. Crocus savitus und Crocus albiflorus gelten als giftig. Crocus tommasinianus wird als schwach giftig eingestuft.

Alle Krokussarten enthalten Saponine, wie das nach ihnen benannte Picrococin, und sind in allen Pflanzenteilen giftig. Besonders hoch ist die Konzentration der Toxine in den Knollen und dem Blütenstaub der Krokusse. 

Eine Vergiftung nach der Aufnahme von Krokus zeigt sich in Reaktionen des Magen-Darm-Traktes mit Symptomen, wie Erbrechen und Durchfall. Bei Nagern und Katzen wirken die Toxine auch auf das Gehirn und den Uterus.

Für Erwachsene ist die Konzentration der Toxine in den Krokussen nicht erheblich, für Kleinkinder, Katzen, Hunde und Nagetiere kann sie jedoch zur tödlichen Gefahr werden.

Nahrung für Bienen und Hummeln

Für Bienen und Hummeln stellen Krokusse hingegen eine wichtige Futerquelle dar, vor allem in einer Zeit, in der sonst keine  eiweiß- und vitaminreichen Pollen zur Verfügung stehen.

Kontaktallergien

Krokusse können Kontaktallergien auslösen.

Letale Dosis Mensch und Tier
Zur letalen Dosis beim Menschen und bei Tieren liegen keine Angaben vor.

Entfernung der Pflanze

Krokusse sollten nicht in Gärten mit kleinen Kindern, Hunden und Katzen oder anderen Kleintieren stehen. Da beim Berühren der Pflanzen Kontaktallergien auftreten können, empfiehlt es sich, beim Entfernen Handschuhe und langärmelige Kleidung zu tragen.
Am besten entfernt man die Krokusse in der Zeit ihres Blattaustriebs, da sind dann am besten zu lokalisieren sind. Krokusse gehören zu den
halbwinterharten bis winterharten Geophyten und nicht zu den Zwiebelgewächsen, wie oft fälschlicherweise angenommen wird. Krokusse bilden Stängelknollen (eine Verlängerung des Stängels, der isch unterirdisch verdickt) als Überdauerungsorgane aus. Obwohl diese Stängelknolle nur einjährig ist, bilden sich aber jedes Jahr im Frühjahr eine oder auch mehrere neue Tochterknollen aus. Zum Entfernen müssen die Krokusse mitsamt der Knolle ausgegraben werden, da in den Knollen zum einen die Konzentration an Toxinen sehr hoch ist und sie zum anderen aus den Knollen sonst im Folgejahr wieder austreiben.

Quellennachweise Krokusse