• Rotholzhartriegel: schwach giftig für Katzen

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Hartriegel

Hartriegel - Sträucher mit bunten Rinden. Eine wahre Winterzierde, aber leider giftig.

Einordnung Toxizität: (gering) giftig

Zur Gattung der Hartriegel (Cornus) gehören ungefähr 45 Arten, die nahezu ausschließlich in den gemäßigten Klimazonen der nördlichen Halbkugel beheimatet sind.
Es handelt sich in der Mehrzahl um sommergrüne Gehölze, die sich aufgrund ihrer verschiedenen Blattfarben, teilweise sehr ungewöhnlichen Hochblätter, imposanter Früchte,bevorzugten Boden- und Lichtverhältnisse und unterschiedlichen Wuchshöhen, sehr großer Beliebtheit bei Gartenbesitzern erfreuen.

Der Gelbholzhartriegel (Cornus sericea ´Flaviramea) und der Rote Hartriegel (Cornus sanguineae) sowie der Rotholzhartriegel (Cornus alba ´Sibirica´) sind vor allem in den Wintermonaten aufgrund ihrer auffallenden, leuchtenden, farbigen Rinden sehr beliebt.
Sie finden sich nicht nur in den Gärten, sondern werden als selbst gepflückte Handsträuße in die Wohnungen verbracht oder finden sich vorzugsweise im Winter in floristischen Erzeugnissen.

Toxikologie

Die Toxizität der einzelnen Hartriegelarten ist unterschiedlich. Sie reicht von leicht giftig bis giftig.  Die meisten Toxine - nach dem Hartriegel (Cornus) als Cornine benannt - sind dabei in den Blätter, den Wurzeln und der Rinde enthalten.

Der Verzehr von Pflanzenteilen führt vor allem zu Reaktionen des Magen-Darm-Traktes. Übelkeit, Erbrechen und Durchfälle sind typische Symptome für die Vergiftung nach Aufnahme entsprechender Pflanzenteile.
Aufgrund ihrer geringeren Körpermasse kann Cornin für Kinder und Kleintiere zur ersten Gefahr werden und Vergiftungen können bis zum Tod führen.

Kontaktallergien

Hautausschläge sind bei empfindlichen Menschen, Kindern und Tieren bei Kontakt mit Hartriegeln belegt.

Letale Dosis Mensch und Hund/Katze

Zur letalen Dosis beim Menschen und bei Tieren liegen keine Angaben vor.

Entfernung der Pflanze

So schön sie auch sind, Hartriegel sollten nicht in Gärten mit kleinen Kindern, Hunden und Katzen oder anderen Kleintieren stehen.

Da beim Berühren der Pflanzen Kontaktallergien auftreten können, empfiehlt es sich, beim

Entfernen Handschuhe und langärmelige Kleidung zu tragen.
Da auch die Wurzeln des Hartriegels giftig sind und einige Arten, wie beispielsweise der Weiße Hartriegel (Cornus alba) auch aus den Wurzeln wieder ausschlagen - also neue Sträucher bilden können - muss der Hartriegel mitsamt seinen unterirdischen Pflanzenteilen ausgegraben werden.
Im Garten ohne Kinder und Tiere oder im Fall der heimischen Kornelkirsche (Cornus mas) kann der Hartriegel unbedenklich wachsen und gedeihen.

Quellennachweise Hartriegel