Wildlebende Katzenarten (Feliden)

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Die enge Verwandtschaft aller Feliden

Was haben wildlebende Feliden / Katzenarten mit unseren Hauskatzen zu tun ?

Man muss zunächst verstehen, was Katzen ausmacht. Hauskatzen und ihre wildlebenden Verwandten der Groß-und Kleinkatzenarten sind eng miteinander verwandt, egal ob man es mit einem Luchs, einem Leoparden oder einer Falbkatze zu tun hat, der Urahnin der Hauskatze. Schon der französische Schriftsteller Victor Hugo war der Meinung, dass Gott die Katze erschaffen hat, damit der Mensch einen Tiger zum Streicheln hat. Der bekannte Verhaltensforscher und „Katzenpapst“ Professor Paul Leyhausen stellte fest, dass Katzen sich nicht sehr weit von ihren wildlebenden Verwandten weg entwickelt haben und „verhaltensmäßig eng miteinander verwandt sind.

Der Hund hat sich nach jüngsten Forschungsergebnissen der englischen University of Bristol vom Wolf im Zuge der Domestizierung relativ weit weg entwickelt, aber nicht so die Katzen. Laut Leyhausen ist "die Familie der Felidae nicht einfach ein Zweig des Stammbaumes, der sich in den einzelnen Gattungen und Arten weiterverzweigt, sondern sie ist gewissermaßen als Büschel vom Stamm gewachsen." (Leyhausen, -- Katzenseele). Die Katzenforscher sind sich einig, dass alle Katzenarten trotz der Unterschiede viele Gemeinsamkeiten aufweisen , ob sie nun Löwen oder Hauskatzen sind. Aus diesem Grund ist die Kenntnis des Verhaltens zum Beispiel des Löwen durchaus relevant für das Verständnis der Hauskatze – und umgekehrt“. (Leyhausen, Katzenseele). Ich konnte  diese Verwandtschaftsverhältnisse bei meinen Beobachtungen der Schneeleoparden in der Wildtierauffangstation in den Bergen des Issyk-Kulsees live miterleben. So erinnerten mich die in Eis und Schnee lebenden Großkatzen, übrigens eine eigene Gattung (Uncia uncia) unter den Großkatzen, in ihrem Verhalten an vieles, was ich Zuhause mit meinen Stubentigern erlebte.

Alle unsere Hauskatzen sind Abkömmlinge der nordafrikanischen Unterart der afrikanischen Wildkatze auch Falbkatze genannt (Felis silvestris lybica). Von allen domestizierten Arten sind Hauskatzen (Felis silvestris lybica forma catus) am nächsten an ihren wilden Verwandten dran.

Alle Feliden weisen Ähnlichkeiten im Grunddesigns des Körperbaus sowie ihrer Ernährung auf. Alle Katzen sind Hypercarnivore, sprich sie ernähren sich ausschließlich von frisch erlegter tierischer Beute. Katzen fressen kein Aas.

Bis auf die Ausnahme von Löwen und zuweilen jungen Geparden sind alle anderen Katzenarten Einzelgänger und Einzeljäger. Diese solitäre Lebensweise unterscheidet sie von den Caniden wie den Wölfen.  

Lebensräume von Feliden

Feliden sind evolutionsbiologisch betrachtet sehr erfolgreich: man findet sie bis auf die Arktis und den Südpol in nahezu allen Lebensräumen.

  • Es gibt die Savannenbewohner: Löwe, Gepard, Serval, Karakal, Schwarzfusskatze
  • Es gibt die Bewohner von ariden Gebieten: Die Urahnin der Hauskatze, die Falbkatze
  • Es gibt die Wüstenbewohner: Sandkatze
  • Es gibt die Bewohner sumpfiger Gebiete: indische Tiger in den Sundarbans, Fischkatzen
  • Es gibt die Regenwaldbewohner:  Nebelparder leben im Regenwald auf Bäumen, Jaguare
  • Es gibt die Bewohner gemässigter Zonen Waldbewohner: Luchs
  • Es gibt die Gebirgsbewohner: Manul (Pallas Katze)
  • Es gibt die Hochgebirgsbewohner: Schneeleoparden

Dann gibt es Arten, die in vielen extrem unterschiedlichen Habitaten anzutreffen sind wie Leoparden. Den afrikanischen Leoparden findet am oft in Savannen im Baum hängend, den schwarzen Panther im Urwald. Auf der arabischen Halbinsel lebt der arabische Leopard in Wüstengebieten.

Größe von Katzen

Feliden gibt es in allen Größen: Von der kleinsten Felidenart der Schwarzfusskatze zur größten dem Sibirischen Tiger. Die Größe einer Katzenart entscheidet nicht darüber, ob dies Art zoologisch als Groß-oder Kleinkatze klassifiziert wird. So gehört der Gepard und der Puma zu den Kleinkatzen, der Schneeleopard aber zu den Großkatzen.

 

Der sibirische Tiger (Panthera tigris altaica) ist die größte noch lebende Katzenart der Welt gefolgt vom afrikanischen Löwen (Panthera leo leo). Der nur noch in Indien ansässige asiatische Löwe (Panthera leo persica) ist etwas kleiner als sein afrikanisches Pendant. Etwas kleiner ist der in Südamerika vorkommende Jaguar, gefolgt vom Leoparden. Die leichteste Großkatze ist der Schneeleopard.

ausgesetzter sibirischer Tiger jetzt entspannt im Gehege
© Birga Dexel

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Europa

  1. Luchs
  2. Europäische Wildkatze

Asien

  1. Tiger
  2. Leoparden
  3. Geparden (asiatisch)
  4. Löwe (indisch)
  5. Schneeleoparden
  6. Manul
  7. Fischkatze
  8. Rostkatze
  9. Nebelparder
  10. Rohrluchs

Afrika

  1. Geparden
  2. Löwe
  3. Leoparden
  4. Sandkatze
  5. Afrikanische Wildkatze
  6. Serval
  7. Karakal
  8. Schwarzfußkatze
  9. Rohrluchs

Amerika

Nordamerika

  1. Leopard / Floriapanther
  2. Jaguar
  3. Puma
  4. Luchs

Südamerika

  1. Jaguar
  2. Puma
  3. Leopard
  4. Geoffreys Cat
  5. Ocelot

Australien und Neuseeland

Keine

Europa

beherbergt die wenigsten Katzenarten, der Lebensraum ist zersiedelt und die Menschen sind nicht bereit ihren Lebensraum mit Katzen zu teilen, was die Konflikte um eine seltesten Katzenarten in Südspanien zeigt. Immer wieder Konflikte mit Einheimischen Jägern, die den Luchs als Konkurrenz zur Jagd auf Wildkaninchen, die Hauptbeute des Luches, sehen. Ein der bedrohtesten Unterarten der iberische Luchs lebt in winzigen Parzellen noch in Spanien und Portugal. Ein ambitioniertes Wiederauswilderungsprojekt im spanischen Nationalpark der Donana züchtet iberische Luchs und wildert sie wieder aus.

Bedrohung in Europa:

  • fehlender Lebensraum (Zersiedelung)
  • Verkehr (Unfälle)
  • Jagd und Wilderei
  • Mangelnde Akzeptanz der Bevölkerung