Aphrodite Katzen

Aphrodite Zypernkatzen sind eine eigene Rasse

Auf Zypern trifft man sowohl auf (semi)-lang-als auch auf kurzhaarige Katzentypen. Die zypriotischen Katzen wurden von den diversen internationalen Katzenzuchtverbänden wie der World Cat Federation (WCF) und The International Cat Association (TICA) als eigenständige Rasse anerkannt und werden synonym als Aphrodite‘s Giant, Aphrodite, Saint Helen Cat & Saint Nicolas Cat bezeichnet. Die Entstehung der Katzen gibt allerdings noch Rätsel auf. Bei der WCF heisst es in ihrer Rassebeschreibung dazu, dass man annimmt, die Rasse hätte sich im gebirgigen Innern Zyperns entwickelt. In den Bergregionen wie dem Troodosgebirge sind relativ ergiebige Regenfälle von 700 bis 1000 mm im Jahr mit im Vergleich zu den Küstenregionen harten Wintern und gemäßigten Sommern normal. Die klimatischen Bedingungen dort seien der Grund dafür, dass diese Katzen ihr plüschiges Fell und ihren großen Körperbau entwickelt hätten. Die Hauptnahrung der Rasse wären große Eidechsen, Ratten und Schlangen.

Birga mit Koloniekatzen
© Birga Dexel
Katzenkolonie
© Birga Dexel

Endemische Mauseart auf Zypern

Ein weiteres mögliches Beutetier ist die insbesondere in den Bergregionen Zypern vorkommene Zypernmaus. Im Jahre 2004 wurde die zur Familie der Langschwanzmäuse gehörende Zypernmaus (Mus cypriacus) vom aus Frankreich stammenden Zoologen Thomas Cucchi entdeckt. Diese Mauseart ist endemisch, sprich kommt nur auf Zypern vor. Die Zypernmaus findet man vor allen in den Weinbergen des Troodosgebirges.  .Knochenuntersuchungen durch das Team um cucchi konnten belegen, dass die Zypernmaus schon seit der Jungsteinzeit vor 9000 Jahren auf Zypern lebt und wahrscheinlich als Folge des Ackerbaus ankam. Die Zypernmaus hat einen größeren Kopf, größere Ohren, Augen und Zähne als alle bisher bekannten Mäusearten. Sie hat eine graue Fellfärbung. Als einziges endemisches Nagetier der Mittelmeerinseln hat sie die Ankunft des Menschen und der mitgebrachten Tiere überlebt. Sie wurde mittlerweile auf die Rote Liste IUCN gesetzt.

roter Kater Aphrodite
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Glückskatze auf Stein
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Die Sage um die Heilige Helena von Konstantinopel

Die Bezeichnung Saint Helen Cat geht auf die Heilige Helena von Konstantinopel zurück. Laut der Sage soll die Heilige Helena zwei Bootladungen voll mit Katzen aus Ägypten oder Palästina im vierten Jahrhundert nach Christus zur Monastry Saint Nicolas of the Cats (Ágios Nikólaos ton Gatón, Άγιος Νικόλαος των Γατών),  einem vom ersten byzantinischen Gouverneur Zyperns, gegründeten Kloster entsendet haben. Die Katzen sollten dort ie Population der Giftschlangen in Schach halten. Katzen haben natürlicherweise eine angeborene Vorsicht Schlangen gegenüber. Zypern ist aufgrund seiner geografischen Lage aus botanischer und zoologischer Sicht ein Schmelztiegel zwischen den drei Kontinenten Europa, Asien und Afrika. Auf Zypern leben drei giftige Schlangenarten und nur die Levanteotter hat ihre gefährliche Röhrengiftzähne im vorderen Kieferbereich. Sowohl die beiden anderen Giftschlangen, die Eidechsennatter als auch die Katzennatter, haben ihre Giftzähne im hinteren Teil des Mauls, so dass bei einem Angriff das Gift in der Regel nicht übertragen wird. Die Giftübertragung passiert bei einem sogenannten Festhaltebiss, dann versucht die Eidechsennatter das Gift einzukauen. Die restlichen Schlangenarten  -Ringelnatter, Münzennatter, Schlanknatter (2 Arten), Kopfbinden-Zwergnatter, Pfeilnatter sowie die Wurmschlange- sind ungiftig.

Im heutigen ausschließlich von Nonnen bewohnten Kloster auf der Akrotiri-Halbinsel im Westen der Insel leben Katzen auf dem Klostergelände und können auf dem Vorhof des Klosters angetroffen werden.

Dawn Foote mit ihren Koloniekatzen
© Birga Dexel
Birga mit Koloniekatzen
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