Zoonosen

Leishmaniose ist eine hochansteckende durch die einzelligen Parasiten Leishmanien hervorgerufene Infektionskrankheit, die bei Menschen und bei Tieren vor allem bei Hunden, mitunter aber auch bei Katzen auftreten kann.

Leishmanien werden durch Stiche der Sandmücke auf ihre Wirtstiere (vor allem Nagetiere, aber auch andere Säugetiere wie Hunde, seltener Katzen) übertragen und befallen die weißen Blutkörperchen im Knochenmark derselben. Von den 30 verschiedenen Leishmanienarten sind zehn für den Menschen gefährlich. Direkte Übertragungen von Tier zu Tier oder Tier zu Mensch wurden bisher sehr selten nachgewiesen.

Um einer Leishmaniose vorzubeugen ist ausreichender Mückenschutz wichtig. Eine Impfung gegen Leishmaniose gibt es nicht. In Risikogebieten sollte man sich vor Sandmückenstichen schützen. Dafür gelten diesselben Schutzmaßnahmen wie bei anderen Mücken. Wichtig ist es besonders abends lange, helle Kleidung und Mückenabwehrmittel zu tragen und beim Schlafen Mückennetze zu nutzen.

Es wird unterschieden zwischen Leishmaniose der sogenannten „Alten Welt“ (Mittelmeerraum sowie Naher und Mittlerer Osten) und der „Neuen Welt“ (Mittel- und Südamerika, aber auch Karibik). Laut der European Scientific Counsel Companion Animal Parasites (ESCCAP) sind in Europa in der veterinärmedizinischen Praxis bei Hunden ausschließlich Sandmücken der Gattung Phlebotomus (Schmetterlingsmücke) relevant.

Schätzungen zufolge sind 12 Millionen Menschen weltweit an Leishmaniose erkrankt.

Leishmaniose bei Katzen

Über Leishmaniose bei Katzen ist wenig bekannt. Sie wird bei Katzen häufig nicht als solche erkannt und auftretende Symptome zudem mitunter nicht richtig zugeordnet. Zudem erkrankt auch eine infizierte Katze nicht notwendigerweise.

Mögliche Symptome von Leishmaniose bei Katzen

Haut

Hautveränderungen, haarlose Stellen

Schuppen, Knötchen besonders im Kopf- und Ohrenbereich

Leichtes und mehrfaches Einreißen der Ohrränder

Augen

Augenerkrankungen

Organe

Leber- und Milzvergrößerung

Gelbsucht

Magen-Darm

Erbrechen, Durchfall

Allgemeinbefinden

Trägheit, Appetitlosigkeit

Behandlung

Da eine Heilung von Leishamniose nicht möglich ist, wird abhängig von der Schwere und den Symptome die Beschwerden behandelt sowie das Immunsystem gestärkt.

Hier gibt es mehr Informationen zu Zoonosen bei Katzen.