• Marvin und Hamlet in der Sonne

    © B. Dexel

  • Krokusse

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  • Igel frisst Katzenfutter

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Wenn der Frühling zu früh kommt…

Der Frühling hat meteologisch betrachtet noch nicht begonnen und doch treiben Temperaturen von bis zu 20 Grad Mensch und Tier hinaus in die Sonne. In diesem Jahr wurde ein negativer historischer Temperatursprung verzeichnet. Innerhalb von sieben Tagen wurden gar ein Anstieg um 41,9 Grad gemessen, ein Phänomen, dass seit dem Beginn der Temperaturaufzeichnungen noch nie dokumentiert worden ist.

Der noch eben winterliche Garten scheint im Zeitraffer zum Leben zu erwachen, die erste Krokusse sind zu sehen und es juckt in den Fingern, mit dem Werkeln im Garten zu beginnen. Aber nicht nur wir Menschen lassen uns täuschen: auch die Tierwelt erwacht zum Leben. Bienen schwärmen aus und einzelne Igel wachen zu früh aus ihrem Winterschlaf aus und werden aktiv. Das Problem ist, dass sie in zu dieser Jahreszeit nur wenig natürliche Beute finden und deswegen ihre Fettreserven vorzeitig verbrauchen müssen, was für den Igel lebensgefährlich sein kann. (Tipps zur Igelfütterung siehe unten)

Neben Wildtieren birgt die frühe Wärme auch Gefahren für unsere Samtpfoten. Vorsicht deswegen auch bei Freigängerkatzen, die im Winter nur ganz kurze Runden im Garten gedreht haben. Jetzt drängt es unsere Katzen umso stärker hinaus ans Licht und in die Sonne. Doch je älter die Tiere desto größer die Gefahr, dass sie sich erkälten oder Infekte des Harntraktes zu ziehen, wenn sie zu lange draußen einer vermeintlichen Beute auflauernd auf dem kalten Boden hocken.

Tipp: Bieten Sie Ihren Katzen einen gemütlichen warmen Platz mit gutem Rundumblick in der Sonne an, so dass die Katzen draußen und trotzdem gewärmt sind..

Den Garten noch weitgehend ruhen lassen

Jetzt ist noch nicht die Zeit für energetische Gartenarbeit, da die Wahrscheinlichkeit von wiederkehrenden Frösten noch sehr groß ist. Deswegen sollte noch kein Winterschutz entfernt werden und keine spätfrostempfindlichen Pflanzen, wie Rosen oder mediterrane Pflanzen wie Lavendel, zurückgeschnitten werden. Auch beliebte Ziergräser sollten noch nicht geschnitten werden. Die abgestorbenen oberirdischen Teile der Gräser bilden einen eignen Winterschutz und sollten erst zurückgeschnitten werden, wenn das Gras frisch austreibt.

Möglich ist es hingegen und gleichzeitig eine gute Möglichkeit die eingeschlafenen Glieder in Schwung zu bekommen, dass in den kalten Monaten angefallene Laub sachte vom Rasen zu harken. Auch alte Staudenreste können abschnitten werden und unempfindliche Gehölze, wie Obstbäume, beschnitten werden.

Das Gartenjahr planen

Jetzt ist aber die Zeit für die kommende Gartensaison zu planen.
Was will ich pflanzen? Was will ich gegebenenfalls ernten? Welche Ecke meiner Terrasse, meines Balkons oder Gartens möchte ich neu gestalten? Was ist die richtige Reihenfolge für die Pflanzungen. Gut bedacht sein muss die Auswahl an Pflanzen in einem Garten mit Katze und Hund beziehungsweise kleinen Kindern. Nur ungiftige und unbedenkliche Pflanzenarten sollten verpflanzt werden. Gute räumliche Ideen und Einrichtung des Außenraums sind gefragt, um einen pflegeleichten, ansehnlichen Garten, eine gut nutzbare Terrasse oder gemütlichen Balkon für das Zusammenleben mit Katze und Hund zu schaffen, um Ihnen viel Zeit für Entspannung und schöne Aktivitäten mit Ihrem geliebten Vierbeiner zu lassen.

Tipp: Sommerblumen und einjährige Nutzpflanzen können Sie nun im Gewächshaus oder der Wohnung vorziehen. Achten Sie dabei auf die Auswahl ungiftiger Arten und Sorten.
Fuchsien und Glockenblumen sowie Zucchini, aus biologischem Saatgut Kürbis und Gurken können Sie bedenkenlos im Haushalt mit Hund und Katze vorziehen bzw. anbauen.

Wenn Igel zu früh aufwachen

Unter normalen Bedingungen halten Igel in unseren Breitengraden zwischen November bis März/April ihren Winterschlaf. Ihre natürliche Beute Würmer und Insekten stehen in nicht ausreichend Zeit zur Verfügung und Igel überbrücken die beutearme Zeit mit dem Winterschlaf, indem ihr Organismus auf Sparflamme läuft. Wacht ein Igel aufgrund von zu milden Temperaturen zu früh auf ist das ein es kräftezehrender Prozess und es sinnvoll dem Igel fetthaltiges, proteinhaltiges, kohlenhydrat- und getreidefreies Katzenfutter hinzustellen. Igel sind wie Katzen Carnivore und benötigen tierische Proteine und kein Obst oder Gemüse. Auch handelsübliches Igelfutter ist aufgrund des hohen Getreideanteils laut Igelschützerinnen oft nicht geeignet. Stellen Sie dabei sicher, dass das Futter vor Regen und ihren Katzen geschützt ist. Die Igelfütterung ist besonders bei einer anhaltenden Winterwarmwetterphase wichtig. Igelorganisationen weisen aber auch darauf hin, dass die Zufütterung eingestellt werden soll, wenn die Durchschnittstemperatur unter 4 Grad fallen, damit die Igel wieder in den Winterschlaf zurückfallen.