• Marvin schläft auf der Maus

    © B. Dexel

Katzen-Liebe zu Zeiten von Corona oder Wie schützen wir uns und unsere Katzen jetzt gemeinsam vor dem „Hüttenkoller“?

Gerade wenn wir mit unseren Katzen in engen freundschaftlichen Beziehungen im Haus, in der Wohnung, im engen Verbund zusammen leben, spiegeln sie viele wenn nicht sogar alle unsere Emotionen wieder – im Guten wie im Schlechten. Das bedeutet aktuell, dass wenn wir eng auf eng auf einander hocken, wie es jetzt in vielen Haushalten gerade der Fall ist, wir aktiv für unsere „seelische Hygiene“ und für unseren Stressabbau etwas im Sinne der anderen tun sollten. Das kann alles sein, was ihnen guttut zum Beispiel: Singen (wie es uns unsere italienischen Freunde gerade eindrucksvoll demonstrieren) oder Tanzen, Yoga, Gymnastik, Indoor Sport, Musizieren, ODER eben auch gemeinsam mit der Katze zu clickern.

Momentan ergibt sich mal wieder oder vielleicht auch für einige Halter zum ersten Mal die Gelegenheit, sich gemeinsam mit seinen Katzen mit dem Clickertraining und intensiver, freudiger Interaktion auseinanderzusetzen. Sie werden sehen: gerade wenn sie beim Klicken aktive Übungen praktizieren wie beispielsweise springen, balancieren, auf den Körper zu klettern, profitiert nicht nur die Katze, sondern auch Sie als gemeinsames Team, vielleicht auch in der Familie oder in der Wohngemeinschaft. Durch die körperliche Stimulation kann Stress schnell in konstruktive Bahnen wieder abfließen. In Mehrkatzenhaushalten, bei denen es innerhalb der Katzengruppe häufiger mal Konflikte gibt, ist das besonders wichtig. In problematischen Katzen-Wohngemeinschaften für ein friedliches Miteinander sogar unerlässlich.

Da es sich beim Clickertraining um fortgeschrittenes Multi-Tasking handelt, weil wir gleichzeitig mit unserem geliebten Tier verbal und nonverbal kommunizieren, einander beobachten und gleichzeitig das Timing unserer eigenen Hilfen koordinieren, vergisst man wirklich alles um sich herum – ist wirklich IN dem Moment. Das ist für alle eine wunderbare Erfahrung.

 

Alle eben noch bedrohlichen Einflüsse, denen man sich eben kaum entziehen konnte, erstmal komplett in den Hintergrund rücken. Das sorgt endlich wieder für eine entspannte und harmonische Atmosphäre in den eigenen vier Wänden. Gemeinsam mit seiner Katze können wir wieder Kraft schöpfen. Für uns ein wahres Wundermittel. Bitte ausprobieren und weitersagen.

Wenn Sie noch unerfahren oder unsicher sind oder Anregungen suchen, wie es wirklich klappt, schauen Sie doch mal in unser Buch „Birga Dexels Clickertraining für Katzen“ (gibt es natürlich auch als eBook – aktuell sehr praktisch). Wir haben uns viel Zeit dafür genommen, ALLEN Katzenhaltern diese wunderbare Methode Schritt-für-Schritt nahezubringen.

Versuchen Sie doch mal, ihre Wohnung bewusst aus Perspektive ihrer Katze(n) - also mit Katzenaugen wahrzunehmen: wo kann ich springen, wo kann ich klettern, wo kann ich einen Stuhl einen Schrank, einen Rücken als Absprungrampe oder Aufstiegsmöglichkeit nutzen? All dies lässt sich im Rahmen des Clickerns jetzt wunderbar integrieren.

Schauen Sie, welche Utensilien Sie für das Clickertraining zu Hause haben. Das könnte beispielsweise eine simple Holzlatte (optimal sind ca . 4 cm Breite) sein über die die Katze balancieren kann, oder ein Reifen durch den man hindurch laufen oder springen kann (den können Sie natürlich auch einfach aus einem großen Karton ausschneiden). Der Kreativität sind hier keinerlei Grenzen gesetzt. Wenn sie keine Latte zu Hause haben, können Sie natürlich auch ein Bügelbrett als Brücke von Stuhl zu Stuhl für spielerische Balanceübung verwenden.

Falls Sie noch keinen Clicker zuhause haben oder der vorhandene ihrer Katze zu laut ist, trainieren Sie stattdessen mit dem Geräusch eines Kugelschreibers, wenn Sie dessen Feder ein- und aushaken. Hier gibt es keine also Ausreden.

Die Katze wird sich freuen und sie werden gemeinsam entspannte, euphorische und komplett unbefangene Momente miteinander erleben Da auch Kinder mitbekommen, dass sich gerade etwas ungutes in der Welt tut und sie dem erst einmal machtlos ausgeliefert sind, können Sie Ihre ganze Familie ins Clickerprogramm integrieren. Beispielsweise, dass einer clickt und der andere Leckerchen gibt oder dass Sie, wenn Sie schon etwas geübt haben, die Katze auf den Rücken springen lassen und wie Bocksprünge von Rücken zu Rücken üben. Viele Katzen lieben das. Aber bitte immer beachten: Alle Beteiligten und besonders die Katze soll Spaß haben und freiwillig mitmachen!