Karneval
© B. Dexel

Kann denn Spielen "Sünde" sein ?

„Spielsünden“ bei Katzen


Katzen zu bespaßen ist nicht immer ganz einfach. Viele Katzen haben ihre ganz eigenen Vorstellungen von einem spannenden Spieleabend. Immer wieder berichten uns Halter, wie sie sich vergebens bemühen ihre Katzen zum Spielen zu motivieren. Diese würden ihren Haltern bei deren verzweifelten Bemühungen gelangweilt auf der Seite liegend zuschauen, ggf. abwehrend die Pfote hebend, und sich nicht weiter involvieren lassen.

  1. Spielsünde: Langweiliges Spiel

Spielen mit Katzen will geübt werden! Nur ganz junge Kätzchen springen begeistert auf jede Spieloption an. Dabei ist es wichtig, dass das Spiel einer natürlichen Jagderfahrung so nahe wie möglich kommt. Gerade daran hapert es oft und das Spielangebot ist aus Katzensicht super langweilig.

  1. Spielsünde: Halter ist nicht motiviert

Katzen spüren ganz genau, ob wir mit Elan bei der Sache sind, oder wir nur widerwillig mit der Katze spielen, weil wir eigentlich lieber z.B. die Tagesschau oder einen Film schauen wollen. Auf dem Sofa sitzend werden dann Spielmäuse in den Raum geworfen in der Hoffnung, die Katze möge sich doch bitte selber beschäftigen. Katzen sind keine kleinen Hunde und auch wenn es einige Exemplare gibt, die apportieren, mögen sie doch alle das interaktive Spiel mit ihrem Menschen.

  1. Spielsünde: Ungeeignete Spielzeuge

Einige Spielzeuge für die Katzen sich begeistern, sind ungeeignet, da sie Verletzungsgefahr in sich bergen wie Wolle, Haushaltsgummiringe, Haargummis, Aluminiumpapier, Plastikpackband und Wattestäbchen. Katzen können diese kleinen Gegenstände verschlucken und diese können im Verdauungstrakt zu ernsten Verletzungen und Darmverschlüssen führen. Auch herumliegende kleine Spielzeuge von Kindern müssen außer Reichweite von Katzen platziert werden. Eine meiner Studentinnen wurde vor kurzem von einem Bekannten kontaktiert, weil sein Kater das Fressen eingestellt hatte. Meine Studentin riet zum sofortigen Aufsuchen des Tierarztes. Jede Hilfe kam jedoch für den sieben Monate alten Kater zu spät, er war qualvoll an einem unentdeckten Playmobil Plastikteilchen in seinem Körper verstorben. 

  1. Spielsünde: Spielzeuge herumliegen lassen

Spielzeuge, die immer herumliegen und für Katzen ständig zugängig sind, werden schnell langweilig. Deswegen Spielzeuge nach der Spielsession immer wegschließen und erst wieder zur nächsten Spielejagd hervorholen.

Viel Spaß mit Euren Fellnasen, Let the Games Begin !

 

TV Tipp: Samstag 02.03.2019 Spieletipps mit Birga Dexel. Vox 18:10 Uhr HundKatzeMaus.