• Melanie Königs und ihre Kätzin Blue

    © B. Dexel

  • Kätzin Tinka

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  • Kätzin Blue mal ganz entspannt

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  • Kätzin Rosa sind ihre Mitkatzen nicht geheuer

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  • Kätzin Blue hängt entspannt ab

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Raubtierfütterung: Futterneid unter Katzen

Birgas Fall 84 für Vox

Die wohlgenährten Katzen benehmen sich, als hätten sie seit Wochen nichts mehr zu fressen bekommen: sobald Melanie mit dem Futternapf in der Hand auftaucht beginnt die Verwandlung der Kätzinnen. Sie reißen Melanie den Napf förmlich aus der Hand. Sobald der Napf vor ihnen steht beginnt das Wettfressen: Tinka und Blue inhalieren ihr Futter innerhalb kürzester Zeit.

Katze Rosa hat das Nachsehen, denn sobald die Näpfe der wilden Mitkatzen leer sind, stürzen sich Tinka und Blue auf Rosas Futter. Rosa wird immer nervöser zur Fütterungszeit und auch Melanie hat mittlerweile vor jeder Fütterung ein flaues Gefühl im Magen. Das hektische Schlingen führt auch dazu, dass sich Tinka und Blue öfter nach dem Fressen erbrechen. Zudem fressen die beiden nicht nur Katzenfutter, sondern verschlingen neben Menschenessen auch für Katzen Gefähriches wie Pflanzen und Blumenerde und trinken mitunter sogar das Spülwasser aus der Küchenspüle.

Viele Lebensmittel und Pflanzen sind giftig für Katzen und Melanie macht sich große Sorgen um alle ihre Tiere. Katze Rosa (5 Jahre) bekommt oft nicht genug beim Fressen ab und hat sogar vor Stress an Gewicht verloren. In ihrer Not sperrt Melanie Tinka und Blue bei der Futterzubereitung aus der Küche aus mit dem Ergebnis, dass sie um aus dem Zimmer zu gelangen Melanies Zimertüren zerkratzen. Melanie ruft Verhaltenstherapeutin Birga Dexel zur Hilfe.

Aus ihrer täglichen Beratungspraxis kennt Birga viele Probleme bei Katzen rund um die Themen Ernährung, Fütterung und Fressverhalten, aber Birga sieht schnell, dass bei Melanie eine längere Verhaltensberatung mit einem   Verhaltenscoaching sowie Ernährungberatung nötig ist. Eine  Menge Arbeit liegt vor allen Beteiligten: Tinka und Blue müssen lernen langsamer zu fressen und es muss sichergestellt werden, dass der Mehrkatzenhaushalt nicht noch durch das übersteigerte Fressbedürfnis auseinander bricht. Rosa Selbstbewusstsein muss dringend gestärkt werden, damit sie sich gegenüber ihren Mitkätzinnen behaupten kann.

 

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