Woran merke ich, ob in einem Katzenhaushalt gemobbt wird?

Mobbing unter Katzen ist weiter verbreitet als Mensch annimmt, aber nicht so offensichtlich für uns, da es nicht notwendigerweise zu körperlichen Auseinandersetzungen kommen muss. Katzen sind Meister darin, Psychodruck auf Mitkatzen auszuüben, ohne dass der Halter dies merkt. Die gemobbte Katze zieht sich oft immer mehr zurück, verkriecht sich für immer längere Zeit und wird ggf. unsauber oder andersweitig verhaltensauffällig. Mobbing deutet auf gravierendere Probleme im Miteinander der Katzen hin, wo schnell therapeutisch und systematisch das Problem angegangen werden muss, bevor die Fronten so verhärtet sind, dass die Beziehung nicht mehr zu kitten ist und eine Katze die Gruppe verlassen müsste, damit wieder Ruhe einkehrt.

Generell gilt, je mehr Katzen in einem Haushalt zusammenleben, desto größer muss die Wachsamkeit des Halters sein, ob auch „wirklich“ alles im Lot ist.

Warnzeichen können z.B. sein:

  • wenn eine Katze immer in der Türschwelle liegt und einer anderen damit der Durchgang verwehrt wird
  • wenn einer Katze der Zugang zur Toilette verweigert wird oder ihr auf der Katzenkiste aufgelauert und / oder sie unmittelbar nach ihrem Geschäft angegriffen wird
  • wenn einer Katze der Zugang zum Futter erschwert oder verwehrt wird und
  • andauerndes Auflauern und Angreifen, das keine spielerische Komponente beinhaltet.

Gemobbte Katzen reagieren mit defensiver Laut- und Körperkommunikation wie Fauchen und ggf. Knurren. Je gestresster sie werden, desto öfter zeigen sie diese Reaktionen auch in harmlosen Situationen.