BARFEN für Katzen

Immer mehr Katzenhalter wollen ihre Katzen möglichst artgerecht ernähren und interessieren sich für das Katzenbarfen, die biologisch artgerechte Rohfütterung für Stubentiger. Eine andere Variante ist das Kochbarfen. Wir beraten Sie gerne zu allen Fragen des BARFENS.

BARFEN, die biologisch artgerechte Fütterung mit rohem Fleisch (Englisch: Biologically Appropriate Raw Food) wird auch hierzulande immer beliebter. Hierbei ist es wichtig, dass es nicht ausreicht, der Katze einfach rohes Fleisch in ausreichender Menge anzubieten, da essentielle Nährstoffe wie z.B. Taurin häufig nicht im benötigten Maße zugeführt werden. Die Katze würden dann bald an Mangelernährung leiden mit teilweise gravierenden Folgen. Das hängt damit zusammen, dass Katzen nicht nur das Fleisch des Beutetieres, sondern auch andere Körperteile wie Innereien sowie Knochen und das Fell mitfressen. Die Rohfütterung für Katzen muß daher supplementiert werden mit einer genau auf das individuelle Tier abgestimmte Mischung benötigter Vitamine, Mineralien, Aminosäuren und Ballaststoffen. Neben dem Barfen mit rohem Fleisch ist auch Kocnbarfen möglich. Dieses eignet sich häufig zum Einstieg sowie für alte Katzen und Stubentiger mit chronischen Verdauungsbeschwerden.

BARFEN für Hunde ist leichter als für Katzen, aber wer sich vorher genaustens darüber informiert, wie der Bedarf für sein Tier berechnet werden muß wird mit einiger Übung auch mit dem BARFEN für seine Katzen gut zurechtkommen. Insbesondere bei Katzen ist auf eine ausreichende Menge an Taurin zu achten.

Katzen und das lebensnotwendige Taurin

Katzen benötigen einen hohen Anteil von Taurin in ihrer Nahrung. Sie haben einen hohen Verbrauch an Taurin, der durch Zufuhr über die Nahrung gewährleistet sein muß, da Katzen im Gegensatz zu Hunden und Menschen Taurin nicht selber herstellen können. Taurin ist ein Abbauprodukt der schwefelhaltigen Aminosäuren Cystein und Methionin. Ein über längeren Zeitraum anhaltender Taurinmangel führt bei allen 38 Katzenarten zu Mangelerscheinungen und schwerwiegenden gesundheitlichen Schäden. Taurin kommt nur in tierischen Geweben vor; Mäuse haben einen sehr hohen Tauringehalt und sind die natürliche Lebensgrundlage von Katzen. Als Alleinfutter gekennzeichnetes Fertigfutter muss laut gesetzlichen Vorgaben synthetisiertes Taurin in ausreichender Menge enthalten.

Welche Möglichkeiten des Barfens oder Teilbarfens gibt es ?

Rohbarfen: ursprüngliches Modell; es wird nur mit rohen Futterbestandteilen gearbeitet

Kochbarfen: Futterbestandteile werden auch erhitzt (wie auch jede Futterdose)

Prey Model: Verfütterung ganzer (toter) Futtertiere: z.B. Mäuse, junge Ratten, Eintagsküken. (Roh)

Frankenstein Barfen: hier wird à la Frankenstein das Beutetier aus Fleisch und anderen Komponenten nach- und zusammengebaut, sprich es werden verschiedene Nahrungsbestandteile und tierische Protein- und Fettquellen gemischt. (Roh- oder Kochbarf)

Teilbarfen: nur ein Teil der Ernährung besteht aus BARFrationen. Bei einem Anteil von über 20% in der Ernährung muss supplementiert werden. Beim Teilbarfen ist es wichtig, dass der nicht gebarfte Teil aus einem hochwertigen Fertigfeuchtfutter mit min. 90% tierischem Eiweiß aus hochwertiger Qualität und einem NfE unter 8% besteht.

Teilbarfen I: Kombination aus hochwertigem Nassfutter plus einem Teil Frischfleischfütterung ohne Supplementierung (nicht mehr als 20% Frischfleischanteil)

Teilbarfen II: Kombination aus  hochwertigem Nassfutter plus einem Teil Frischfleischfütterung mit Supplementierung (mehr als 20% Frischfleischanteil).

Wir beraten Sie gerne zu allen Fragen rund ums BARFEN für Katzen.