Clickertraining

Wie so vieles, was über Katzen geschrieben und behauptet wird, ist es ein Mythos, dass sie nicht trainierbar wären. Ich will Katzen nicht erziehen, sondern Katzenhalter dabei unterstützen, bessere Kommunikationswege mit ihren Vierbeinern zu finden. Trainierte Katzen sind ausgeglichener und glücklicher, weil wir ihnen helfen, unsere Welt zu verstehen." Birga Dexel

Clickertraining wird erst jetzt richtig für Katzen entdeckt, dabei sind sie ideale und sehr dankbare Kandidaten. Viele Menschen glauben, dass Katzen keine Lust hätten oder auch nicht fähig dazu wären, etwas zu lernen oder sich trainieren zu lassen Dank ihrer schnellen Auffassungsgabe und ihres Nachahmungstalents ist es, was viele Kunden erst nicht glauben, oftmals gar nicht schwer Katzen zu trainieren. Das entscheidende Moment dabei ist, das sie nur durch Motivation und positive Bestätigung bereit sind zu kooperieren, sprich einen Sinn in dem von ihnen verlangten Handeln erkennen.

Katzen sind äußerst intelligente Lebewesen und lernen sehr leicht und schnell. Sie lernen durch Beobachtung und sie sind ausgezeichnete Nachahmer. Im Englischen Sprachgebrauch war man sich dieser Tatsache sehr wohl bewusst, den der Nachahmer heißt auf englisch „Copycat“ und der Nachahmungstäter ist der „copycat criminal“.

Viele Katzenhalter können Geschichten darüber erzählen, dass ihre Katzen mithilfe von „Learning by doing“ sich selber beigebracht haben, Wohnungstüren und auch Kühlschranktüren zu öffnen. Der Kater einer Klientin hatte gelernt, das Radio anzustellen mit dem Ergebnis, dass er frühmorgens, wenn er spielen wollte, das Radio anmachte, da ihm klar war, dass das Radio nur läuft, wenn seine Halterin aufgestanden ist. Ein anderer Kater hatte selber gelernt, die Klospülung zu betätigen und wandte das Erlernte ebenso mit Vorliebe nachts an, wenn alle schliefen und ihm nach Unterhaltung war.

Katzen räubern einen Kühlschrank aus
© B. Dexel / Micho

Was ist Clickertraining genau?

Clickertraining beschreibt das Antrainieren von Aufgaben wie in den Transportkorb zu gehen oder von Bewegungsabläufen sowie Handlungsabfolgen mithilfe eines kleinen Clickers, auch als Marker bezeichnet.

Was brauche ich zum Clickern?

Zum Verclickern der Aufgabe benötigen sie einen Clicker, den es in vielfältigen Ausführungen im Zoofachhandel zu kaufen gibt. Der Clicker ist ein kleines Hilfsgerät, welches dem Kinderspielzeug Knackfrosch ähnelt (ein geprägter Stahlblechstreifen, montiert in ein Gehäuse, der beim Biegen ein lautes Knackgeräusch erzeugt). Wenn ihre Katze sehr geräuchsempfindlich ist können sie auch einen Kugelschreiber benutzen. Wichtig ist dabei, dass es sich immer um denselben handelt, denn es geht darum mit dem benutzen Clicker/Marker ein immer gleiches Geräusch zu erzeugen. Aus genau diesem Grund würde sich unsere Stimme nicht eignen, denn sie transportiert immer auch unsere Emotionen und ist somit im Klang und der Färbung immer anders.

Wir, Birga Dexel und Dirk M. Brandt, haben das Clickertraining von dem kompetenten Hundetrainer Matthias Huber, der große Erfahrung als Filmtiertrainer hat, in Einzelstunden vor Jahrzehnten erlernt. Seine Hunde haben bei diversen Film- Fernsehproduktionen - beispielsweise dem Tatort - mitgewirkt.

Doc & Co: Birga Dexel, Wolfgang vom Hove und Matthias Huber Im Tier TV Studio
© B. Dexel

Damals war das Clickertraining mit Katzen in Europa noch so gut wie unbekannt, da man davon ausging, dass Katzen nicht trainierbar seien. Im Laufe der letzten fünfzehn Jahre haben wir mit vielen verschiedenen Arten geclickert -von Pferden, Hunden bis zu Wildtieren- und dabei die artspezifischen Unterschiede gesehen. Die Erfahrung mit anderen Arten und der Einsatz des Clickertrainings im Rahmen unserer therapeutischen Tätigkeit mit hunderten von Katzen und Katzenmenschen hat uns geholfen unsere Art zu clickern immer präziser kätzischen Bedürfnissen und artspezifischen Eigenheiten anzupassen. Wir entwickeln unsere Clickervariante ständig weiter, so dass sich diese in wesentlichen Punkten vom herkömmlichen Clickertraining unterscheidet. 

Birgas und Dirks Methode des Clickertrainings unterscheidet sich sowohl in Bezug auf die Ausführung als auch die Herangehensweise von anderen Trainern. Ihr Clickertrainingskonzept ist durch die praktische Arbeit mit Hunderten von Katzen entstanden, es ist ganz an Katzen und ihre Bedürfnisse und Eigenarten angepasst und nicht an das Clickern mit Hunden angelehnt. Beispielsweise ist das Loben unabhängig vom Leckerchen und die Kommunikation mi der Katze während des Trainings ein ganz wichtiger Teil des Clickertrainings für Katzen. 

Wer das Clickertraining mit seinen Katze nach der Methode Birga Dexels erlernen möchte, für den gibt es verschiedenen Möglichkeiten.

 

  1. Einarbeitung mit Hilfe von Birgas Buch: Hier erhalten Sie eine detaillierte Anleitung, wie Sie Schritt für Schritt und systematisch das Clickertraining so aufbaut, dass es gelingt. 
  2. Besuch eines Clickerkurses mit Birgas Katzen in Berlin. Interne Verlinkung zum Kalender, Anmeldeformular und Feed-Back Clickerkurs 22a
  3. Clickercoaching via Skype. Sie erhalten ein individuelles Coaching während sie mit Ihrer Katze arbeiten. Interner Link 5 zu Beratung
  4. Videoanalyse ihrer Clickereinheiten mit Ihrer Katze.

 

Birga Dexel’s Clickerbuch für Katzen

Birga Dexel´s Clickertraining für Katzen

Clickertraining ist besonders für "unterforderte" Wohnungskatzen geeignet, da sie in einer oftmals reizarmen Umgebung wieder neue Aufgaben finden und Spaß am Lernen entwickeln. Durch den Lernprozess bilden sich im Gehirn wie bei uns Menschen neue Synapsenverbindungen aus, was weiteres Lernen begünstigt und vereinfacht.

Birga Dexel erkärt Clickertraining im Katzenasyl am Torre Argentino Rom
© Birga Dexel

Birga Dexel setzt das Clickertraining gezielt ein, um beispielsweise Tierschutzkatzen an den Menschen zu gewöhnen und somit die Vermittlungschancen dieser Katzen zu verbessern.

Was bewirkt Clickern bei Katzen?

Geclickerte Katzen sind konzentrierter, glücklich, müde und entspannt nach einer Clickersession. Auch für Katzen ist Kopfarbeit anstrengend und von daher spielt der Clicker beim Auslasten von Wohnungskatzen eine so herausragende Rolle.

Ist Clickern für jede Katze geeignet?

Die Lebensbedingungen von Katzen haben sich massiv verändert. Viele leben ausschließlich in der Wohnung, wenn sie Glück haben, steht ihnen wenigstens ein Balkon oder eine Terrasse zur Verfügung. Ihnen fehlt gänzlich die Möglichkeit, draußen artspezifischen Tätigkeiten wie dem Jagen nachzugehen. Es wird erwartet, dass sie eine Katzentoilette benutzen, eine Aufgabe die für Katzen relativ leicht zu erfüllen ist. Außerdem sollen sie ihren natürlichen Aktivitätsrhythmus dem menschlichen Tagesrhythmus anpassen. Das gelingt nicht allen Katzen, denn sie sind von Natur aus dämmerungsaktiv. Hier kann und muss der verantwortungsvolle Halter ansetzen und für Beschäftigung während des Tages sorgen.

Training und Erziehung bedeutet eine Hilfestellung für die Katze, sich in unserer Menschenwelt zurechtzufinden. Es erleichtert die potenziell schwierigen Dinge, die Katze und Mensch gemeinsam meistern müssen wie etwa Tierarztbesuche oder Umzüge. Es gibt erst wenige Katzenhalter, die mit ihren Katzen arbeiten, und sie werden von ihrer Umwelt oft ungläubig bis mitleidig belächelt. Aber lassen Sie sich nicht entmutigen, es werden täglich mehr zum Wohle der Katzen. Insbesondere meine Fernsehbeiträge und Bücher scheinen dazu beizutragen. Nach der Ausstrahlung einer TV-Folge rief mich ein Mitarbeiter einer großen Tierbedarfskette an und meinte, er wisse nicht, woher er jetzt so schnell so viele Clicker bekommen solle, wie nachgefragt würden.

Kann ich auch mit tauben Katzen clickern ?

Clickertraining ist sogar für taube Katzen geeignet, da man auch mit einem optischen statt einem akustischen Signal arbeiten kann. Bei blinden und tauben Katzen kann man einen taktilen Marker benutzen.

Eine Clickersession umfasst je nach Erfahrungsstand folgende Leistungen: 

Anamnese:
Aus welchem Grund soll geclickert werden? Was braucht Ihr Tier? Gibt es körperliche Einschränkungen? Welche Wünsche haben Sie? 

Intensives, akkurates Coaching:
Erarbeiten und Zusammenstellen eines persönlichen, individuell angepassten Trainingsplans, unter anderem mit möglichen folgenden Inhalten:

Anfängerniveau:
u.a. Basics - Einführung in die Grundlagen des Clickertrainings: Konditionierungsphase, einfache Übungen, Multitasking: stressfreies Üben mit mehreren Katzen gleichzeitig. 

Fortgeschrittenenniveau:
u.a. Fehlerkorrektur beim Handling, Timing und beim Koordinieren der Clickerutensilien, neue abgestimmte Übungen, Clickern bei KatzenVergesellschaftungen, Targetstabtraining, Sport-, Koordinations- und Konzentrationstraining für Ihre Katze, Desensibilisierung mit dem Clicker – weniger Stress bei Körpernähe, Bürsten etc., Transportkorbtraining, Medical Training (stressfreie Vorbereitung des Tierarztbesuches), Zahnpflege, kontrollierter Freigang mit einem Walking Jacket.

Cartoon Katzen und der Transportkorb
© B. Dexel / Micho

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