• Blauer Eisenhut ist extrem giftig für Katzen

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Eisenhut

Blaue Eisenhut (Aconitum napellus) - eine der giftigsten Pflanzen Europas

Einordnung Toxizität: sehr stark giftig

Der Blaue Eisenhut ist ein Klassiker unter den Gartenstauden. Der Eisenhut ist eine wunderschöne, aber extrem giftige Staude. Es gibt den Eisenhut in den Blühfarben blau und weiß. Mit dem wilden Rittersporn verwandt, wird er immer wieder mit Rittersporn in unseren Gärten verwechselt. Als Staude für halbschattige bis sonnige Bereiche erfreut er sich großer Beliebtheit.

Leider wird Eisenhut in vielen Pflanzencentern und Baumärkten ebenso wie in Onlineshops nach wie vor recht bedenkenlos angeboten und verkauft. Auch als Schnittblume ist er erhältlich. Und dass, obwohl er weder für einen Garten mit Haustieren noch für einen Haushalt mit Kindern geeignet ist. Eisenhut ist neben Katzen und Hunden auch für Pferde, Esel, Rinder,  Schweine, Schafe, Ziegen, Kaninchen, Hamster, Meerschweinchen und für Vögel giftig.

Da der Eisenhut einen starken Geschmack aufweist wird dieser laut der Giftdatenbank des Instituts für Veterinärpharmakologie und toxikologie in Zürich von Tieren meist gemieden.

Toxikologie

Ursprünglich auf Asien stammend, gehört der Eisenhut zu den allgemein giftigen Hahnenfußgewächsen und enthält Alkaloide wie Aconitin, Mesaconitin, Hypoaconitin und Napellin. Insbesondere Aconitin ist hochgiftig.

Bereits der Hautkontakt mit den Stängeln, Blättern, Blüten oder Früchten kann bei Kindern zu Vergiftungssymptomen führen.
Erbrechen, Durchfälle, Krämpfe, Unruhe, Herzrhythmusstörungen und Atemlähmungen führen bis zum Tod. In der Antike wurde das Gift des Eisenhuts von den Römern und später auch im im Mittelalter für Mordmischungen verwendet. Auch bei der Jagd fand das Gift des Eisenhuts Verwendung.

Letale Dosis Mensch

Schon 3-6 mg Aconitin können für einen Erwachsenen tödlich wirken; diese Menge ist in circa 2 - 15 gramm der Eisenhutwurzel enthalten.

Letale Dosis Hund/Katze

Bereits fünf Gramm der getrockneten Wurzel oder 7.5 mg Aconitin/kg Körpergewicht sind die tödliche Dosis für einen durchschnittlich großen Hund. Da Katzen eine geringere Körpermasse haben, wird die letale - also tödliche - Dosis bei ihnen vermutlich noch geringer sein.

Entfernung der Pflanze

Derart giftig sollte Eisenhut in keinem Privatgarten und schon überhaupt nicht in einem Garten oder auf einer Terrasse oder Balkon mit Katzen, Hunden oder Kindern gepflanzt werden. Auch Blumensträuße mit dem blauen Eisenhut sollten keine Verwendung finden.
Wenn Sie Eisenhut in Ihrem Garten finden, sollten Sie ihn unbedingt entfernen.

Ziehen Sie dazu Einmalhandschuhe aus Latex über, die jeglichen Hautkontakt komplett unterbinden, und tragen Sie langärmelige Bekleidung. Der Eisenhut muss mitsamt seinen Wurzeln ausgegraben und mit all seinen Blättern, Stängeln, Blüten, Fruchtständen und Wurzeln in einer eigenen Tüte im Hausmüll entsorgt werden. Die Einweghandschuhe ziehen sie auf links wendend aus und entsorgen sie bitte ebenfalls über den Hausmüll, um sich keinerlei Gefahr des Kontakts auszusetzten.

Bei aller Schönheit dieser Staude müssen unsere Katzen, Hunde und Kinder unbedingt vor der Gefahr, die von dieser Pflanze ausgeht, geschützt werden.

Quellen Eisenhut