• Goldregen ist giftig für Katzen

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Goldregen

Goldregen (Laburnum anagyroides) - einer der beiden giftigen Bäume

Einordnung Toxizität: (tödlich) giftig

Der Goldregen - botanisch nicht verwandt mit der ebenfalls giftigen Kletterpflanze Blauregen - ist als kleinkroniger Baum oder hoher Strauch in den Gärten des deutschsprachigen Raums sehr beliebt.

Fünf bis sieben Meter hoch werdend, braucht der Goldregen nicht viel Platz und stellt keine besonderen Ansprüche an Bodenverhältnisse oder Nährstoffversorgung. Der Goldregen gedeiht an sonnigen Standorten ebenso wie an absonnigen. Er ist gut frosthart und verträgt kalte Temperaturen im Winter ebenso, wie trockenes, heißes Stadtklima in den Sommermonaten.
Seinen Namen verdankt der Goldregen seinen Blütenständen, die in langen, gelben Trauben herabhängen. Während der Blüte im Mai bis Anfang Juni ist der Goldregen über und über mit diesen gelben Trauben bedeckt, was ihm große Beliebtheit bei Gartenbesitzern einbringt.

Toxikologie

Der Goldregen, der aufgrund seiner langen, behaarten Früchte auch Bohnenbaum genannt wird, stammt ursprünglich aus den mediterranen Gebieten Südeuropas.

Goldregen ist in allen Pflanzenteilen giftig. Besonders hoch ist die Konzentration an Alkoloiden in den Samen des Goldregens, die er im Sommer ansetzt. Der Goldregen ist tödlich giftig.

Giftig ist vor allem das Alkaloid Cytisin, das im Gehirn ähnliche Wirkung zeigt wie Nikotin. Zunächst stellt sich nach der Aufnahme von Cytisin eine anregende, im weiteren Verlauf eine lähmende Wirkung ein.

Goldregen ist für Weidetiere, wie Pferde, Kühe, Schafe und Ziegen, genauso giftig wie für Menschen, Katzen, Hunde und Nagetiere. Bei Kühen und Ziegen gelangen die Toxine nachweislich in die Milch und können mit dieser wiederum von anderen Lebewesen aufgenommen werden.

Das Deutsche Grüne Kreuz warnt ausdrücklich vor der Aufnahme der Samen des Goldregens. Bereits 15 bis 60 Minuten nach der Aufnahme von Goldregen treten die Vergiftungssymptome auf, die bei größeren Mengen rasch zum Tod führen.

Die typischen Symptome der Vergiftung mit Goldregen sind gastrointestinale Symptome, wie das Brennen im Mund und Rachen, Übelkeit, starkes Erbrechen - eventuell auch von Blut -, Magen-Darm-Krämpfe und extremer Durst.

Des weiteren reagiert das Zentralnervensystem mit Erregungszuständen, eventuell Delirien, Schweißausbrüchen, Kopfschmerzen, geweiteten Pupillen und Muskelkrämpfen. Ist die aufgenommene Menge an Goldregen tödlich, treten Lähmungserscheinungen auf, die über die Lähmung der Atmung zum Tod führen.

Letale Dosis Mensch

Die tödliche Dosis für ein Kind liegt bei etwa 15 bis 20 Samen, beim Erwachsenen wird von einer letalen Dosis von 23 Samen ausgegangen.

Letale Dosis Hund/Katze

Die letale Dosis für Hunde und Katzen liegt bei 2 bis 7 Gramm des Samens je Kilogramm Körpergewicht des Tieres.

Entfernung der Pflanze

Goldregen sollte in keinem Garten mit Haus- oder Nutztieren bzw. Kindern stehen.
Da keine Kontaktreaktionen im Zusammenhang mit Goldregen bekannt sind - also das pure Berühren von Pflanzenteilen keine Reizung oder Vergiftung über die Haut hervorruft -  bedarf es beim Entfernen der Pflanze aus dem Garten keiner Schutzmaßnahmen, wie Handschuhe oder langärmelige Bekleidung.

Da der Goldregen für Wiederkäuer, wie Schafe und Ziegen, und Nager giftig ist, ist davon auszugehen, dass auch Wildtiere, wie Rehe oder Wildschafe, sowie Nagetiere, wie Mäuse, Kaninchen oder Hasen an aufgenommenen Pflanzenteilen verenden würden.
Zudem ist der Goldregen keine heimische Pflanze und sollte sich in der Natur nicht vermehren und heimischen Pflanzenarten Konkurrenz machen bzw. diese nicht verdrängen.

Zum Erhalt der Pflanze kann der Goldregen gerne seinen Platz in einem anderen Garten oder Gartenteil ohne (Haus)Tiere und Kinder finden. In die freie Landschaft sollte er aber nicht ausgepflanzt werden. Dies ist ohnehin nicht erlaubt. Besteht keine Möglichkeit, den Goldregen im kinder- und tierfreien Garten von Freunden oder Verwandten unterzubringen, sollte er mitsamt seinem Wurzelballen entfernt werden, da er in allen Teilen giftig ist, und nicht im hauseigenen Kompost sondern über eine Gründeponie entsorgt werden.

Quellennachweise Goldregen