• Blauregen ist giftig für Katzen und Hunde

  • Am begrünten Zaun können auch Zucchini und Kürbis gezüchtet werden

  • Clematis ist zwar eine gute Möglichkeit zur Zaunbegrünung, aber giftig

  • Eine lange Zaunflucht kann durch Zaunbegrünung optisch verschönert werden Analogicus

  • giftige Ligusterhecke verdeckt einen Zaun

  • Glockenreben sind ungiftig

  • Katzen können viele Zäune mühelos überwinden

  • Kletterrosen sind wunderschön, ihre Dornen können aber auch verletzen

  • Knötersich als Zaunbegrünung ist leider giftig für Katzen und Hunde

  • Wilder Wein

Begrünte oder blühende Zäune im Katzen- und Hundegarten

Ein aktueller Trend der Gartengestaltung ist die Begrünung des Zaunes mit verschiedensten Kletterpflanzen, die den Zaun verdecken, aufwerteten und ihm eine weitere Funktion als Rankgerüst verleiht. Der begrünte Zaun ergibt von innen, wie von außen ein lebendiges schönes Bild, das sich dem Lauf der Jahreszeiten anpasst. Zäune sind als Begrenzung unserer Gärten in unseren Breiten nicht wegzudenken. Der Zaun markiert die Grundstücksgrenze für jedermann sichtbar und erhöht das Sicherheitsempfinden der Gartennutzer. Auf der anderen Seite sind viele gängige, weit verbreiteten, preisgünstigen Zaunvarianten nicht besonders ansehnlich und bei Maschendrahtzäunen oder Stabmattenzäunen, und älteren verwitterten Zäunen ist der optische Zugewinn durch eine Begrünung erheblich. Zudem mindert besonders bei langen Grundstückskanten eine auch nur teilweise Begrünung des Zauns mit Rankpflanzen die monotone Ansicht langer Zaunfluchten.

Begrünte Zäune unterstützen die Artenvielfalt im heimischen Garten

Begrünte Zäune sehen nicht nur schön aus, sie erhöhen auch die gefährdete Biodiversität in unseren Gärten. Mit ihren Blüten und Früchten (bspw. den Hagebutten der Kletterrosen) schaffen sie eine Nahrungsgrundlage für heimische Tierarten. Vögel und Insekten finden hier dringend benötigte Nahrung und Lebensräume.
Darüber hinaus verbessern begrünte Zäune das Mikroklima im Garten. Sie fangen Staub ab, reichern die Luft mit Sauerstoff an und tragen durch die Verdunstung von Wasser über ihre Blätter zu mehr Luftfeuchtigkeit und damit im Zuge des Klimawandels zu erträglicheren Temperaturen in den heißen Monaten im Garten bei.

Besetzt man den Zaun mit kletternden Nutzpflanzen, wie z.B. Zucchini (Cucurbita pepo), Kürbis (Cucurbita), Stangenbohnen (Phaseolus) oder Gurken (Cucumis sativus), kann man zudem noch gesundes Gemüse im eigenen Garten ernten.

In wieweit ist der Trend zu begrünten und blühenden Zäunen mit der Haltung von Katzen und Hunden vereinbar? Was ist zu beachten?

Begrünte Zäune schaffen optische Abwechslung, die Biomasse kann scharfen Wind abmildern, das Mikroklima eines Gartens verbessern und an heißen Tagen Schatten spenden. Diese Aspekte sind auch für Katzen und Hunde sehr positiv.
Auch der durch die Zaunbegrünung entstehende Sichtschutz kann für Hunde und Katzen sehr vorteilhafte Effekte haben. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn eine Katze durch andere Katzen außerhalb des eigenen Gartens beobachtet wird oder sich von diesen beobachtet fühlt. Vom Hund aus der Nachbarschaft nicht bei seinen täglichen Kontrollgängen durch den Garten niedergestarrt und gestresst zu werden, kann ebenfalls ein positiver Aspekt eines begrünten Zauns für eine Katze sein. Der begrünte Zaun kann neben der Reviergrenze auch eine optische Grenze sein.
Die Katze bei ihrem Aufenthalt im Freien vor den Blicken von außen zu schützen, kann auch zu ihrer Sicherheit betragen, besonders wenn weniger tierfreundliche Menschen nebenan wohnen oder am Gartenzaun entlanggehen.

Tipp für Katzen: Besonderes Augenmerk sollte auf blühende und begrünte Zäune gelegt werden, wenn der Garten katzensicher eingezäunt ist und die Katze den Garten nicht verlassen soll. Hier ist es wichtig, dass auf Rankpflanzen am Katzenzaun verzichtet wird, die sich  zum Überklettern des Zauns eignen. Katzen sind wahre Meister im Klettern  und können das rankende Grün als Auf – und Überstiegshilfen nutzen.

Das Klettern in unbedenklichen, robusten Rankpflanzen ist für agile Katzen ein großer Spaß. Soll die Katze den Außenzaun des Gartens nicht überwinden, kann ihr an anderer Stelle eine geeignete Kletterpflanze an einer katzengeeigneten Rankhilfe angeboten werden.

Kletterpflanzen im Hundegarten

Im Zusammenleben mit einem oder mehreren Hunden können Kletterpflanzen am Gartenzaun eine gute Sichtschutzalternative zu streng geschnittenen Hecken oder Hecken aus nicht beschnittene Blühsträuchern - sogenannten freien Hecken - sein. Werden Hecken gepflanzt, weisen sie in Gärten mit Hunden häufig Löcher auf, wo der Hund gerne durch die Hecke hindurchläuft. Zudem laufen zwischen einer Hecke und dem Zaun viele Hunde auf und ab - staubige, unansehnliche Trampelpfade entstehen. Darüber hinaus ist der Hund dort für seinen Halter schlecht erreichbar und für viele Halter in seinem Bemühen, sein Territorium zu verteidigen und Vorbeikommende zu verbellen, schlecht abzurufen. Hier sind Kletterpflanzen am Zaun die bessere Wahl, ihre Wurzeln und Haupttriebe sollten dabei geschützt werden.

Tipp für Hundehalter: Unbedenkliche Kletterpflanzen am Zaun sind im Garten mit Hund eine gute Variante des Sichtschutzes.

Gefahr bei begrünten Zäunen durch giftige Kletterpflanzen

Der Trend zum begrünten, blühenden Zaun hat leider auch eine Schattenseite und birgt einige Gefahren für den Hund und die Katze (aber auch für Kinder). Fast alle beliebten und weit verbreiteten Kletterpflanzen sind giftig.

Hierzu zählen unter anderen folgende mehrjährige, giftige Klettergehölze:

  • Baumwürger (Celastrus)
  • Blauregen (Wisteria sinensis, Wisteria florinbunda)
  • Clematis (Clematis)
  • Efeu (Hedera helix)
  • Geißblatt (Lonicera)
  • Hopfen (Humulus)
  • Kletter-Hortensie (Hydrangea petiolaris)
  • Klettertrompete (Campsis radicans)
  • Kiwi, Strahlengriffel (Actinidia)
  • Kriechspindel (Euonymus fortunei)
  • Pfeifenwinde (Aristolochia)
  • Schlingknöterich (Polygonum)
  • Wilder Wein, Jungfernrebe (Parthenocissus)
  • Winterjasmin (Jasminum nudiflorum)

Tipp : Hopfen ist doppelt heikel. Viele Hopfen-Arten sind giftig und ihre scharfkantigen Trieben verursachen brennende Wunden

Beliebte giftige einjährige Kletterpflanzen:                                   

  • Doppekappe, Kletternder Erdrauch (Adlumia fungosa)
  • Helmbohne, Indische Bohne (Lablab purpureus)
  • Mandevilla (Dipladenia)
  • Passionsblume (Passiflora)
  • Staudenwicke, Duftwicken (Lathyrus)
  • Trichterwinde, Prunkwinde (Ipomoea)

Unbedenkliche, rankende Nutzpflanzen:

  • Zucchini (Cucurbita pepo)
  • Kürbis (Cucurbita)
  • Gurken (Cucumis sativus)

Tipp: Zucchiniblüten sehen nicht nur schön aus, sondern sind auch essbar.
Achtung, wenn Zucchinis bitter schmecken, sollten sie auf keinen Fall gegessen oder verfüttert werden, da diese giftige Bitterstoffe in hoher Konzentration enthalten. Gekauftes Bio-Saatgut liefert ungiftigen Ertrag.
Zierkürbis enthält viel giftige Bitterstoffe, die auch beim Kochen nicht abgebaut werden. Er darf nicht verzehrt oder verfüt-tert werden!
Die Früchte ungiftiger rankender Nutzpflanzen können den Speiseplan Ihres Hundes - biologisch angebaut - bereichern.

 

Ungiftige Kletterpflanzen für den Garten mit Hund, Katze und Kind

  • Blaugurkenwein (Akebia)
  • Glockenrebe (Cobaea scandens)
  • Große Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus)
  • Kletterrosen (Rosa)
  • Schwarzäugige Susanne (Thunbergia alata)
  • Wilde Weinrebe (Vitis)

Tipp Kletterrosen sind nicht giftig - die Verletzungsgefahr durch ihre Dornen sollten jedoch nicht unterschätzt werden

Wir beraten gerne zur Zaunbegrünung in Katzen- und Hundegärten sowie zu Giftpflanzen und ungiftigen Pflanzenalternativen.